“So wie immer halt”
10. Januar 2007 von Robby
War die Antwort auf die Frage, wie denn das Referat heute gelaufen sei.
Ehrlich gesagt, frag ich mich echt, warum ich mir immer so’n Streß mache.
Gut, gestern meinte Maria im ICQ “Du hast echt die Ruhe weg.”, als ich gegen irgendwas vor zwölf meinte, ich würde erstmal’n Brötchen essen, bevor ich mich weiter um den Vortrag kümmere.
Diesmal war’s auch irgendwie anders, entspannter, lag vermutlich daran, dass ich schon bis zum späten Abend bissl was getan hatte und (oh Wunder) im Vergleich zu meiner Mitreferentin sogar enormen Vorlauf hatte. Ja, man glaubt’s kaum, es gibt noch ähnliche “alles auf den letzten Drücker machen”-Menschen, kurz Minimalisten, wie mich.
Nuja, also bis kurz nach eins gemütlich im ICQ gechattet, phasenweise gezofft um anschließend, trotz ferner Verstärkung und dem Drang, mich umgehend ins Bett zu werfen, noch meine Karteikarten zu schreiben.
Oder sagen wir anzufangen, so dass ich den Rest heute im Zug fertig gemacht hab.
War aber wirklich keine Herausforderung, kurz vorher zwar trotzdem wieder fast’n Herzkasper gekriegt, aber ich brauch das und der Vortrag lief.
Ich mach das immer wie in Trance, denke ich – krieg gar nicht mit, was ich da eigentlich erzähle und mache, bzw. ist es mir irgendwie egal – hmm.
Grandioserweise konnte ich dann’n schönes Tafelbild zaubern, dessen Anfänge mir gestern Abend noch in den Sinn kamen, die während des Vortrages zum Ende geführt wurden.
Resultat, Ergebnisse, Meinungen, wie lief’s? “So wie immer eben.”, für das, was wir/ich gemacht haben, viel zu gut.
Klar, da mal bissl zu schnell geredet/hektisch gewesen, dort hätte mal noch’ne Abbildung hingepasst, aber an sich die Leute wieder begeistert.
Ich strahle Begeisterung und Enthusiasmus aus, meinte die eine Erstiline, die uns mit bewerten durfte.
Das ist wahrscheinlich auch das einzige, was ich gut kann.
Andere begeistern/motivieren, ihnen etwas erklären und verständlich machen – mich verkaufen?!
Zumindest, wenn ich das will – aber das will ich ja ständig, oder?!
Leute begeistern, bewegen, beeinflussen – sei’s für mich, sich oder spezielle Dinge, wie in dem Fall eben die Soziale Lerntheorie von Rotter.
Nein, die Bewertung war wiedermal ungerechtigterweise viel zu hoch, auch’ne Ponyhof-Einschätzung dabei, wo wir auf allen Kriterien bis auf einem (Diskussionsanregung?!) maximal scoreten… nuja, Ponyhof halt.
Ich glaub echt, dass ich so’ne scheiß charismatisch-überzeugend-begeisternde Art an mir hab.
Das Leuchten in meinen Augen, den Spaß, den ich hab und den man mir ansieht – irgendwie sowas – hmm :/
Ansonsten?
Naja, (fast) so wie immer halt.
Heute früh zum dritten Mal in Folge arg zu spät außer Haus und mit Full Sprint zur Straßenbahn, heute hat mir sogar’ne ältere Dame von innen die Tür aufgemacht, hab mich freundlich bedankt
Professor Miltner (Biologische Psychologie) erzählt immer noch von Phineas Gage und wie der sich’ne Eisenstange durch’n Kopf geschossen hat.
Alles in allem nichts weltbewegendes, im Großen und Ganzen, eigentlich überhaupt, ein Tag wie jeder andere auch.
Daran ändert auch Daniels Geburtstag nicht – trotzdem alles Gute, mittlerweile zum dritten Mal *gnihi*
Robby, still the same
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