Ambivalenz
29. Mai 2007 von Robby
Yay, irgendwie hab’ ich momentan voll den ambivalenten Zustand.
Weiß echt nicht, was ich davon halten soll – was mir mehr oder weniger zusagen würde und überhaupt und sowieso, es ist (mal wieder?) ‘ne tricky Situation.
Hmm (tolles Universalwort), ich weiß es echt nicht, man könnte meinen, meine Gefühle ziehen in (mindestens) zwei (entgegengesetzte?!) Richtungen und mir wär’s am liebsten, es würde einfach mal alles still stehen.
Komisch, jetzt, wo mal’n Ticken Bewegung in mein Leben tritt, wünsch’ ich mir die Stagnation herbei, die ich sonst so… *lach*
Sagen wir’s vielleicht anders (da es auch anders ist): Bewegung ist gut, wenn die Richtung klar ist.
Das ist sie momentan nicht, weil ich nicht weiß, welche Zügel ich kappen muss und welche ich lieber erst einmal dran lassen sollte.
Es bringt nichts, das eine Seil durchzuschneiden, wenn mich das andere womöglich direkt in den Abgrund zieht – wenn eben die Gegenkraft nicht mehr vorhanden ist.
Aber ein gleichzeitiges Wirken zieht nunmal (sinnlos) Energie, weswegen ein Stillstand bewegungstechnisch genauso viel (wenig) bringen würde, aber nicht so “aufwändig” wäre.
Und bei der Wahl der Richtung herrscht momentan noch Unklarheit/Stagnation.
Ich will wissen, von welcher Geißel ich mich losreißen muss – bei welcher ich’s darf oder überhaupt und sowieso.
Das ist mir momentan zu langsam, so sehr ich Ruhe und Bedächtigkeit auch schätze – aber Kopflosigkeit… nicht gut, ich will wissen, wo’s lang geht.
Zumindest die grobe Richtung, dass ich mich drauf einstellen kann und die passenden Sachen für den entsprechenden Weg einpacken kann.
Nuja, zum Energiestatus gestern noch:
Wenn man’ne heiße Tasse Tee in’n Raum (Zimmertemperatur) stellt, dann kühlt diese ab.
Bei mir ging dieser Verlustprozess gestern relativ langsam vonstatten, selbst jetzt bin ich noch über’m Durchschnitt.
Die Wärme meiner Hände sehnt sich nach einem Körper, dem sie damit etwas gutes tun kann.
Das ist der Unterschied zu sonstigen Energiestati, dass meine derzeitige (Energie-)Form rein positiv ist und auch positiv verbraucht werden will.
Und weder kann, noch schon gar nicht will ich das in Negativität umwandeln.
Nur muss die Energie dennoch abgebaut werden. Und das geht mir zu langsam/die Energiemasse ist zu groß – eine Entscheidung muss her, sonst zerreißt’s mich aufgrund der unterschiedlichen Spannungen.
Abwarten.
Robby, Geduld ist eine Tugend

Na, das ist doch mal ‘n toller Eintrag
Die Metapher mit den zwei Seilen – sehr treffend.
Zeit ist schon eine Größe, die mit sich rechnen lässt. Solche Zwischenzustände häufen sich nur zu gern im Leben, auch in meinem. Noch habe ich keine Lösung, wie man sie am besten erträgt…;) Doch im Falle eines konkreten Auslösers oder wenn man es sich leisten kann, ja sich traut, diesen Auslöser oder den Zustand selbst zu ignorieren, ist Ablenkung ein ganz passabler Weg, diesen Gefühlen zu entrinnen… Lernen, wie man mit sich umgehen soll, rausfinden, wie man sich selbst am vorteilhaftesten manipulieren kann… davon hat man uns nichts erzählt. Mir jedenfalls nicht, als ich klein war. Dabei ist es die wahrscheinlich schwierigste Aufgabe im Leben.
To cope with oneself.
Dieser – soll ich es “Text” nennen? Blog wär mir am liebsten- ist ein Glanzstück. Du solltest ihn zu deinen lesenswerten Stücken legen. Meine Meinung, selbstverständlich. Wahrscheinlich denkst du wieder ganz anders..
Woody Allen hatte wohl doch Unrecht, als er sagte, das Glück schreibe mit weisser Tinte. Komisch, dass erst du mich davon überzeugst. Jedenfalls tendiere ich jetzt eher zur “agnostischen” Haltung, dass es an beiden Zuständen liegen kann- oder garkeinem. Un/Glück.. sieht irgendwie stylisch aus ;1
Energiezustand, hmm.. Ich sag nur >Gewitter Tauziehen. Die starken Gefühle, da würde ich sagen, die arbeiten sogar selbst gegen sich.. beziehungsweise der Drang, sie auszudrücken… ach, dann stimmt es schon, was ich zuerst schrieb *auch durchstreichen will >.