Es widert mich an.
31. Juli 2007 von Robby
Es hat schon seine Gründe, warum ich mich nach meinem Biotop sehne. Oder der Alternativplan die Zerstörung der Welt beinhaltet, wobei ja die Ausrottung der Menschen reichen würde. Und bei denen kann man sich auch auf die dummen (im Sinne von asozial, nicht intelligenztechnisch) beschränken. Die Selbstmord Fluchtoption ist und bleibt an letzter Stelle.
Es hat schon seine Gründe, warum ich kein Fernsehen mehr gucke und mich das Geschehen in der Welt nicht interessiert. Dass ich mich auf meinen Mikrokosmos fokussiere und die Makroversion ausblende, sie mich schlicht nicht interessiert.
Meine eigene kleine Welt sozusagen, sogesehen ein Hauch von Biotop, Elfenbeinturm, Ponyhof, wobei selbst hier genug im Argen liegt und selbst wenn’s dies nicht tun würde, ich mir immer noch der großen bösen Welt bewusst wäre.
Ich glaube, anders würde ich es gar nicht ertragen. So viel asoziale Dummheit, wie einem Tag für Tag ins Gesicht schlägt, wenn man nur durch die Tür tritt oder einfach nur mal hinaus in die Welt schaut.
Wenn ich sowas schon lese: “acht Kinder im Alter von fünf bis 13 Jahren”, krieg’ ich mehr als nur das Kotzen. Da kann man sich eigentlich nur die Kugel geben – oder sie entsprechend verteilen… wobei weitere Ausführungen wohl die ein oder andere naive Seele schockieren würde.
Alle mit großem Entsetzen können das für sich behalten, genauso wie etwaige Floskeln ala “Aber du bist doch (angehender!) Psychologe!!!!!11elf”. Das zwingt einen nicht automatisch zum gutgläubigen Gutmenschentum oder dem Gedanken, alles und jeden “Menschen” retten zu können. Geschweige denn dies zu wollen.
Mir ist klar, dass die Kinder, die das gemacht haben, wohl am wenigsten dafür können.
Dass die Umwelt die entscheidende Rolle in unserer Entwicklung ist und maximal (!) 50% genetisch determiniert sind. Dass man trotz biologischem Potential ein Versager werden kann, ohne auch nur ansatzweise klären zu wollen, wodurch er sich auszeichnet, oder trotz genetischem Handicap Höchstleistungen erbringen kann.
Daher würden die Kugeln wohl auch nicht die Kinder treffen… die könnte man womöglich noch retten.
Ich kann meine Gedanken in der Hinsicht gerade nicht klar fassen.
Es ist ja nicht so, dass nur Menschen ab’nem gewissen IQ-Wert leben respektive sich fortpflanzen dürfen sollen. Das ist kein (zwingender) Garant für Intelligenz (die es zudem in den unterschiedlichsten Formen gibt), geschweigen denn pro-soziales Verhalten.
Man könnte auch meine Ausführungen hier als asozial beschreiben, keine Frage. Wer das so sieht, möge mir das bitte mitteilen. Nur gibt es dankenswerterweise, die meine Gedanken nicht nur nachvollziehen können, sondern sogar teilen. Das hat mich echt beruhigt, auch wenn ich erst vereinzelt über die Thematik geredet habe. Wirklich zu diskutieren gibt’s da ja nicht viel.
Das Aus- bzw. Einschlusskriterium wäre wohl das menschliche Verhalten.
Wie auch bei anderen Kriterien würde sich die Frage stellen, wo man die Grenze setzt. Leute mit ebensolchen Ansichten würden die Schwelle vermutlich so legen, dass ich (sogar) ich (*höhö*) rausfallen würde, bei anderen würde sich kaum was ändern, eine gerechte (!) Entscheidung zu treffen wäre wohl mehr als schwierig, wenn nicht gar unmöglich.
An sich müsste man ja nicht mal so drastisch vorgehen, Utopie des Biotops hin oder her, gibt es doch andere unrealisierbare Möglichkeiten. So dass man zum Beispiel die Kindern vernünftig erziehen lässt, ist doch die genetische Veranlagung nicht alles. Vernünftig ausgebildete, pro-soziale Menschen erziehen die Kinder von “diese Bezeichnung würde vermutlich wieder Entsetzen hervorrufen”, so dass aus ihnen (zum Großteil) ebenfalls selbstständig denkende, kritische Menschen werden.
Gut, das ist Ponyhof. Zumal letztere das System dann in Frage stellen, so wie ich es in dem Fall gerade tue. Außerdem wären wir dann zu nahe an solchen Geschichten wie “Gattaca” oder “Brave New World”. Nicht wirklich, aber tendentiell. Eigentlich gar nicht, aber trotzdem.
Und natürlich gibt es auch Menschen, die unter widrigsten Bedingungen groß geworden und aufgewachsen sind, die dennoch gesellschaftlich-produktiv sind (respektive zumindest nicht destruktiv) und wundervolle Persönlichkeiten sind. Genauso wie auch bei oben genannter Verfahrensweise wohl trotz bester Umwelt (die zudem wie aussehen soll/ist?!) entsprechende “Negativ-Querschläger” entstehen würde.
Dazu gibt’s zu viele Faktoren, dann doch den genetischen Faktor und in ersterem Fall ein nettes Wort namens Resilienz.
Damn, ich merk’ gerade, dass ich womöglich auch resilient bin. Nicht, dass ich es meines Wissens nach nötig gehabt hätte… aber egal.
Nuja, wie dem auch sei.
Ich hasse und verachte dumme (im Sinne von asoziale) Menschen.
Nicht, weil sie’s sind, sondern weil sie daran nichts ändern (wollen). Weil sie sich damit zufrieden geben, meinetwegen auch, weil sie möglicherweise damit glücklich sind. Und weil sie eben anderen Menschen mitunter schaden.
Da kann man jetzt schön mit Dissonanz gegen mich argumentieren, aber damit kriegt man so ziemlich alles kurz und klein geschlagen, selbst die Dissonanz selbst.
Soll sich das ganze asoziale Pack meinetwegen untereinander vollurinieren, die Köpfe einschlagen oder sonstwas tun. Wenn sie damit glücklich werden. Nur sollen sie dann mit ihrer Plumbheit und gewissermaßen Primitivität bitte alle anderen verschonen. Oder zumindest mich. Ich ziehe ja auch nicht durch die Lande, um jede verlorene Seele zurück auf den Pfad Gottes zu holen.
Wozu auch? Ich mache das, was man von mir verlangt, womit wir wieder beim “Werkzeug” angelangt sind.
Ich sehe meine Aufgabe nicht darin, alles und jedem zu helfen – viele wollen das gar nicht, sind glücklich mit dem, was sie haben/sind.
Für alle anderen gilt: “Your wish is my command.”
Wer meine Hilfe möchte, dem werde ich so gut es mir möglich ist zur Seite stehen.
Zumindest, solange es mir selbst etwas bringt.
Das mag nicht nur egoistisch klingen, sondern womöglich sogar sein, schließt aber pro-soziales oder selbst altruistisches Verhalten in keinster Weise aus, kommt es doch drauf an, was mir selbst etwas bringt. Und das erläuter’ ich an der Stelle nicht nochmals, das dürfte ausreichend irgendwo zu finden sein.
Und jetzt erwarte ich entsetze, schockierte Reaktionen ![]()
“Nobuo Uematsu – Steal the Tiny Bronco”
Robby, Licht vs. Dunkelheit
Wer übrigens meint, ich wäre bei aller Selbstisolation selbst auf den verlinkten SpOn-Artikel gestoßen, den muss ich leider enttäuschen. Quelle war und ist wiedermal das GSPB.
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