Rotes Licht
4. Dezember 2007 von Robby
In Jena gibt es diese tollen Fußgängerampeln zum “Selbstbedienen”: Draufdrücken, kurz warten, rüber gehen.
Es ist ein Spaß im Vorbeigehen beiläufig draufzuhauen um anschließend freudig wegzuspringen und die Autofahrer aus- und seine Freundin (ungewohnt) anzulachen
Dabei gibt es natürlich verschiedene Variationsmöglichkeiten – also in der gesamten Verfahrensweise.
Man wird angehalten, festgehalten, zurückgezogen, kritisch kommentiert – und doch immer und manchmal auch einfach so spielen gelassen. Den Schalter selbst trifft man mit der Handfläche, der Seite der Faust, dem Regenschirm, Fuß oder man wirft sich mit der Schulter dagegen.
Ob überhaupt Autos kommen ist eine andere Frage. Zumal ich darauf warte, dass einer der Fahrer aussteigt und mich anbrüllt. Und manchmal kann ich ja gar nicht drücken, wenn tatsächlich mal jemand rüber will und dies bereits selbst getan hat *hmpf*
Interessant auch, wie schnell man sich umgewöhnen kann. Stand heute tatsächlich an der roten Ampel und war am Grübeln, vielleicht nicht doch rüber zu gehen. Konnte es mir vorerst noch verkneifen, auch wenn in naher Zukunft wohl ein Adaptionsspielraum aufgezogen wird.
Wo wir bei rot sind: Da bin ich nun kaum zu Hause und ist es doch einmal der Fall, erschlägt es mich mit Nachrichten, Anfragen, Geschichten und derlei Kram. Nicht, dass ich das nicht mag, nur brauche ich auch mal “Zeit für mich”. Zeit, um zu schreiben – bloggen – mich auszudrücken. Zur Ruhe zu kommen. Und das regt mich – zumindest ab einem gewissen Grad – echt auf. Vor allem dann, wenn ich einige persönlich relevante Dinge niederschreiben möchte. Über die vergangenen Tage, Details, Kleinigkeiten – rote Ampeln.
Wo wir bei letzteren sind, wurde ich freundlicherweise auf meinen Bann hingewiesen – hier nachzulesen. Die ganze Geschichte zu erläutern ist mir meine Zeit (mittlerweile) nicht mehr wert. Ich finde es nur lustig, wie menschlich-verbal-soziale Inkompetenz unter dem Denkmantel des “Forenfriedens” verhüllt wird. Wer sich bissl in der Materie auskennt, weiß, was er davon zu halten hat.
In einer etwas anderen Konstellation könnte ich Teile der ganzen Interaktionen für die Prüfung in Sozialpsychologie nächste Woche verwenden – oh was konnte man sich dort ausleben. Dafür zu sorgen, dass der ein oder andere Profilierungshengst sein Handtuch wirft… mir mittlerweile zu blöd. Beziehungsweise fehlt mir momentan dafür einfach die Zeit – spaßig wär’s sicherlich, selbst dann, wenn’s nicht klappen würde. Und manche Leute wollen es scheinbar nicht anders. Wer sich nicht entwickeln will, den sollte man nicht dazu zwingen. Ich merk’s mir für die Zukunft.
Um den Punkt abzuschließen: Sechseinhalb Jahre GSPB, irgendwasdreißigtausend Posts verteilt auf vier Accounts, von denen (mindestens) drei aufgrund moderativer – nennen wir es ruhig Inkompetenz oder zumindest (öffentlicher) Uneinsichtigkeit geschlossen wurden. Was hinter den Kulissen immer für Fehler eingeräumt wurden *lach* Schade, dass sich das Spiel auf der Bühne nicht geändert hat – zumal wir es mehrfach durchhatten und ich mich entgegen persönlicher Anfeindungen immer dumm und dämlich argumentiert habe.
Aber manche können oder wollen es nicht verstehen. Was schlimmer ist, wäre wieder eine dieser großen unbeantworteten Fragen – Antworten erwünscht.
Robby, wechselt auf grün

Kein Wunder, dass du mit Nachrichten zugeschüttet wirst – so selten wie man dich in letzter Zeit sieht, muss man eben jede Chance nutzen ehe du schon wieder verschwunden bist. Aber ist ja schön, dass es so ist. Für dich jedenfalls