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Tödliches Duett

Ausgehend von diesen beiden Einträgen ergibt sich eine Konstellation, die ein enormes Spannungsfeld erzeugt und doppelt tödlich ist.
Gerade das macht es so interessant, reizvoll und anziehend.

Das Aufeinandertreffen zweier einander hochgradig gefährlicher Menschen. Wirklich knisternd und elektrisierend.
Wie beziehungsweise dass man derart gefährlich für die Gegenseite, sagt man sich nicht. Das weiß und spürt man, ist es doch der Grund, warum miteinander interagiert – wenn man es denn beidseitig riskiert.

Es erfolgt ein Angebot. Stößt das Anspielen auf keinerlei Reaktion, hat man das widerspruchslos zu akzeptieren und respektieren. Auch wenn es eine Menge Spaß nimmt, aber gerade deswegen spricht es für den Anderen. Wenigstens er ist vernünftig.
Nimmt der Gegenüber es an, ist das schön und man kann loslegen. Die Regeln sind, in der Regel, unausgesprochen klar. Je nach Kontext, Erfahrungsgrad und Gefährlichkeit etc. kann man die Rahmenbedingungen aber auch nochmal separat abstecken.

Das Paradoxe daran ist, dass es gar keine Regeln gibt. Zumindest könnte ich sie explizit nicht formulieren.
Das bedeutet zwar keineswegs, dass es sie nicht gibt, macht es aber schwer, sie Außenstehenden zu erklären. Sie sind eben einfach da. Man kennt und befolgt sie einfach. Wie Fahrradfahren – oder kann jemand im Detail erklären, wie man das macht?!
Oder anders gesagt: Achtet da überhaupt jemand drauf? ;)

Man… spielt einfach. Oh, wie sehr ich es liebe. Dabei ist es eigentlich so…
Aber die Vernunft steht nur noch am Spielfeld rannt und schaut nicht einmal mehr zu.

Eine Herausforderung sondersgleichen, ein Drahtseilakt. Ein falscher Schritt, ein tödlicher Schnitt. Es ist mehr ein Kampf gegen sich selbst, der Mitspieler liefert lediglich die Projektionsfläche wie ein Spiegel das eigene Ebenenbild. Das Ziel ist immer noch man selbst.
Besser sein als der andere – besser sein als sein anderes, normales Ich.

Ich würde schon sagen, man tritt in eine andere Sphäre. Eine, die nur unterschwellig vorhanden ist. Subtil, wird doch jeder Schlag ungenau ausgeführt. Verschleiert. Abstrakt. Phantasie und Illusion.
Das macht das Ganze so reizvoll, bietet die Vorstellungskraft viel mehr Raum und Möglichkeiten als die Realität. Beflügelt durch den Gegen- und gleichzeitig Mitspieler erreicht man ganz neue Ebenen, steigt auf, entwickelt sich weiter.
Und das löst eine ungemeine Befriedigung aus. Da man endlos in der Aufwärtsbewegung ist. Eine Spirale, auf der man sich in ungeahnte Höhen dreht.

Spielen ist wie (guter) Sex.
Oder allgemeiner gesagt: Spielen ist Ästhetik. Wer schonmal beim Lesen eines Buches oder Textes, dem Sehen von Szenen oder Hören von Musik kopforgastische Zustände erfahren hat, wird wissen, wovon ich rede. Ein unstillbarer Strom von Endorphinen, der im Kopf entsprudelt.

Es ist einfach Flow. Ein kontinuierlicher Fluss der Interaktion. Keine Überlegung, kein Gedanke, keine Anstrengung, einfach nur… be.

Das Tolle am Spiel ist, und ich glaube mich mit einigen Aussagen hier im Blog allgemein zu wiederholen, ist die universelle Einsetzbarkeit. Da sich oftmals alles nur im Kopf abspielt, ist physisch-räumlicher Kontakt nicht notwendig, je nach Partner vielleicht sogar hinderlich bis abträglich. Man kann auf mehreren Ebenen mit verschiedenen Endzielen und Zwecken spielen. Selbst mit dem gleichen Geschlecht kann man derart interagieren. Ich würde sogar sagen, weitaus problemloser als mit Frauen.

Im Endeffekt braucht man nicht einmal einen Spielpartner – den s(t)imuliert die Phantasie einfach mit.

Oh, ich glaube eine derartige Spielaffinität ist Segen und Fluch zugleich.

Robby, powered by intelligence

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One Response to “Tödliches Duett”

  1. [...] zum vorangegangen Eintrag und um zur eigentlichen Zielgruppe – den Frauen – zurückzukommen mal einige Beschreibung [...]

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