Ich habe eben wirklich nach einer guten, passenden, nicht-abgedroschenen Überschrift gesucht – keine gefunden. Fehlt der Titel, so braucht es auch keinen Inhalt, könnte man sagen. Immerhin war gestern ein ganz normaler Tag. Nur eben ein ganz besonders schöner. Würde der Reiz nicht dadurch verloren gehen, würde ich fast sagen, jeder Tag sollte im Grundtenor derart “normal” sein. Wirklich sehr angenehm und erfüllend.
Die Prüfungszeit der Liebsten endete gestern knapp eine Woche vor der meinigen, was sich an ihrer Grundausstrahlung sofort bemerkbar machte. Keine innere Anspannung mehr ob der nächsten Prüfung, sondern Ruhe und Entspannung.
Nach ihrer Ankunft starteten wir zusammen in die Stadt um uns dort recht bald wieder zu trennen.
Prüfungsstreß.
Wer mich kennt, weiß, dass der Begriff eigentlich in Anführungszeichen gehört. Folglich sah mein Lerntreffen auch recht entspannt aus. Bei Kirschsaft und Milchkaffee gemeinsam locker die relevanten Inhalte durchgegangen. Es war mehr ein Besprechen als wirkliches Lernen. Aber das ist oftmals auch weitaus gewinnbringender als andersherum. Lerntechnisch wie menschlich.
Dass sich die Liebste den Stoff dennoch nicht antun wollte, kann ich mehr als verstehen. Sie schlenderte derweil in eigener Mission durch die Stadt. Vor dem Bücherladen am Anger – Einem von Zweien – trafen wir uns wieder.
Würde ich das nun Folgende im Stile der jetzt aktuellen Musik (“Harry Gregson-Williams – Training Montage”) beschreiben und entsprechend modifizieren, sähe das in etwa so aus:
Schwarze Gestalten vor dem Eingang. Ein prüfender Blick, ein Nicken, Aufsetzen der Sonnenbrillen. Drehbewegung durch die Tür, leichten Schrittes zur Rolltreppe hinauf in den ersten Stock. Scanning der Etage – das Ziel nicht in Sicht.
Leicht wallende Mäntel schweben über den Flur in Richtung der zweiten Rolltreppe. Kein Entkommen.
Zweiter Stock – Target in sight. Feste Schritte bewegen sich in seine Richtung, abgewandt und starr steht er da. Die Distanz verkleinert sich, ein tiefer, durchdringender Blick – Stich – Zugriff.
Naja, wir waren eben nach Büchern schauen. Nachdem ich mir am Morgen dank freundlicher Empfehlung von MiM auf meine Anfrage hin mein erstes NLP-Buch bestellt hatte, interessierte es mich, ob es ähnliche Werke auch im sortierten Fachhandel gibt. Und die Psychologie-Abteilung des Buchladens zu durchschauen hat bisher noch nie geschadet. Man kann ja nur was lernen und muss ja nicht alles kaufen.
Zwei Bücher sind es dann trotzdem geworden:
Paul Watzlawik – “Anleitung zum Unglücklichsein / Vom Schlechten des Guten” – ein im Studium durchweg empfohlener Autor. Die Wahl des Doppelwerks eher aufgrund der Tatsache, dass es “Anleitung zum Unglücklichsein” im Einzelnen nicht als Taschenbuch gab. Dieses Format lässt sich einfach einfacher lesen.
Buch Nummer Zwei beschäftigt sich eher mit einem anderen Thema, “Narzißmus. Das innere Gefängnis”. Ich steh’ auf diesen Scheiß, unabhängig der Frage, in welcher Intensität diese Eigenschaft bei mir letztendlich ausgeprägt ist. Nachdem mir “Das Drama des begabten Kindes” von Alice Miller schon sehr gefallen hatte und thematisch in den selben Bereich fällt, lag es nahe, sich ein weiteres Buch diesbezüglich zuzulegen.
Hauptgrund den Laden, wenn auch anders, als oben beschrieben, zu betreten, war ja das Saftbuch der Liebsten. Das haben wir auch eingepackt und mitgenommen, bevor wir nach Monaten endlich zusammen in diesen endgeilen und vielfach vorgeschwärmten Pralinenladen gegangen. Oh man, herrlich. Dort eine warme, regelrecht heiße, Schokolade mit Chili getrunken. Zunge verbrannt, wie ich später feststellte. Merke ich auch heute noch, fühlt sich aber aufgrund des Verursachers dennoch irgendwie angenehm an.
Passend dazu gab es je Praline Kirsch-Chili *njammi* Wirklich verdammt gut, so dass ich gleich drei davon sowie drei weitere hab’ einpacken lassen [one left]. Zudem gelang es der Liebsten ihr Vorhaben abzuschließen und doch noch ein Geschenk für ihre Freundin zum Geburtstag zu finden.
Uhm, ich mag den Laden. Wirklich nur zu empfehlen und sehr angenehm. Die Liebste fand ihn ebenfalls sehr schön und fühlte sich an den Film “Chocolat” erinnert. Den wiederum kann man auch gefahrenlos anschauen – außer, man versucht gerade vehemment der Versuchung zu widerstehen.
Im Anschluss daran durch den Saturn geschlendert, nach Spielen umgeschaut, “Gothic I-III” zum Schnäppchenpreis. Aber da ich ja eh nicht viel zum Spielen komme und falls doch genug Spiele hier rumstehen und -liegen habe, via Musik- zur DVD-Abteilung.
Auf Wunsch der Liebsten “Lucky # Slevin” gekauft. Wirklich schöner Film, dazu gleich gesondert mehr. Zusätzlich fiel mir günstigerweise noch “Shooter” in die Hände. Hmm, da weiß ich ja, was ich heute gucken könnte *hehe*
Nach diesem Medienrummel noch Unmengen Obst gekauft und anschließend schwer bepackt zurück nach Hause gefahren. Dort haben wir dann in mühevoller Kleinarbeit Saftbuch und Früchte kombiniert, im Mixer leicht modifiziert “verrührt” und anschließend probiert. Wirklich sehr lecker und teilweise auch verdammt nahrhaft.
Den nun fortgeschritten Abend ließen wir mit besagter DVD ausklingen.
Was die Liebste sich für Filme anschaut… (ja, ok, sie musste sich ihn damals ansehen – fand ihn aber gut) – schon schockierend. Wobei ja eigentlich gut, kann ich den doch jetzt als Legitimation für weitere Actionfilme nehmen *hehe* Es müssen ja nicht die niveaulosesten sein – und unabhängig davon gehen mir Liebesfilme und Komödien, beziehungsweise alles, was auch nur ansatzweise in die Richtung geht, so langsam aus.
Nein, wirklich ein schöner Tag. Einen, den man nicht großartig benennen, aber über den man viel schreiben kann.
Robby, traumreich

[...] der Erwerb dieses Films in diesem Eintrag mehr als einmal abgehandelt wurde, vielleicht ein paar Worte zum eigentlichen, am Freitag Abend [...]
Manchmal wirklich nervig, wenn man partout keinen Titel findet… aber gut gelöst. Sieht zumindest besser als 07.03.08 aus
… Obstsäfte wollte ich auch schon ewig mal wieder mit’ner Freundin machen. Sollten wir langsam mal in Angriff nehmen.