Persönlichkeitsschnitt
11. März 2008 von Robby
Der Besuch beim Frisör ist eine zweischneidige Sache.
Auf der einen Seite sieht man aus wie der letzte Zottelkopf, auf der anderen hinterher nicht besser aus – im Gegenteil. Zumindest hat man – mindestens anfangs – dieses Gefühl.
Ich war heute nach langer Zeit wieder einmal beim Frisör. Und der ist wirklich toll. Angenehm stilvolles Ambiente, kompetente und sympathische Schneiderinnen, ein Rund-um-Verwöhn-Programm mit zwei Mal Haare waschen und Kopf und Gesichtsmassage. Kostet dementsprechend auch etwas mehr als der Schnitt bei dem Omifrisör von nebenan, sieht aber auch besser aus. Zumindest auf lange Sicht.
Am Anfang dachte ich ja, sie würde fast überhaupt nichts wegnehmen. Schaue ich jetzt in den Spiegel, ist es fast zu kurz geworden *uah* Kein lässiges Haare zur Seite werfen/streichen/legen – das dauert wohl wieder einige Zeit. Bis dahin muss ich die automatisierten Verhaltensweisen bisschen zurückfahren.
Eben der abermalige Blick – ja, definitiv zu kurz *uah* Ich bin entstellt :ugly: Naja, die nächste Woche habe ich zum Glück eh fast den ganzen Tag eine Mütze auf dem Kopf.
Das Problem ist eigentlich immer nur der radikale Schnitt. Man schaut in Fenster, Spiegel und sonstige reflektierende Flächen und erkennt sich nicht wieder. Will sich vielleicht auch nicht wieder erkennen. Nach ein bis zwei Tagen hat man dann sein Schicksal akzeptiert und erträgt es, bis die Haare wieder länger sind. Es ist nur eine Frage der Umstellung/Gewöhnung. Aber nein, definitiv zu kurz. Zu kurz, zu kurz, zu kurz ‘-.-
Wobei, meiner Mutter gefällt’s ja und Kurzhaarfrisuren sollen ja jetzt in sein. Sebbe wird mich nachher auslachen, die Liebste mich am Donnerstag weder wiedererkennen noch angucken und ich besten mit Aldi-Tüte über dem Kopf durch die Stadt tanzen laufen.
UAH – Hilfe.
Naja, muss man das Beste draus machen. Innerhalb von ein bis zwei Tagen habe ich den Persönlichkeitsschock hoffentlich überstanden und meine Ausstrahlung trotz der – viel zu kurzen – Frisur rekalibriert.
Als innere Notiz: Beim nächsten Mal weniger abschneiden lassen. Der Schnittzustand ist nämlich verdammt trügerisch, fallen sie hinterher doch eh ganz anders, so kommt es mir zumindest vor. Ich werde mir jetzt auf jeden Fall noch mal die Haare waschen, vielleicht lag es ja auch nur am Fönen. Hope so.
Was ich mich übrigens auch gefragt habe: Was ist eigentlich, wenn ein widerwärtiger, ekliger Kerl den Laden betritt und die Damen den dann den Kopf kraulen und über das Gesicht fahren müssen?! Uah, das hat ja schon fast was von Prostitution an sich. Gut, man kann das zeitlich wohl etwas abkürzen, aber trotzdem…
Wobei ich in diese Kategorie ja nicht zu fallen scheine. Wenn ich bedenke, wie lange sie mir den Kopf massiert hat – im Vergleich zu meinem damaligen ersten Besuch subjektiv empfunden mindestens die doppelte Zeit. Ich wollte ja schon fast losprusten und meinen, dass es jetzt ja auch langsam reicht *lach* Nuja. Zumal sie sich noch im Anschluss bedankt hat – versteh einer die Frauen.
Wie dem auch sei, das mit der Frisur üben wir noch mal. Vor allem ich, mit meiner Ansage und dem zukünftig korrigierten Blick, was zu lang und was zu kurz ist, habe ich am Ende extra noch was abschneiden lassen…
Robby, reden wir nicht drüber
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