“Break through”-Smile
8. Mai 2008 von Robby
Wie ich gestern Abend geschrieben habe, befinde ich mich seit kurzem in einem diffusen Zustand. Einer Zweitrennung und doch gleichzeitigen Einheit. Bei einer umfangreichen Auseinandersetzung mit der Liebsten, machte sich dieses einzigartige Phänomen wieder einmal bemerkbar.
Oftmals streitet man wegen der nichtigsten Dinge beziehungsweise (dahinterliegend) damit man sich verstanden fühlt und sich (in Zukunft) etwas ändert. Dass der Ton in einer derart angespannten Situation dafür eher kontraproduktiv ist, ist klar. Machen tut man es trotzdem. Ob dieses Verhalten nur aufgrund von genetischen Dispositionen existiert oder durch Sozialisation entstanden ist, was ich für wahrscheinlicher erachte, spielt letztendlich keine Rolle. Fakt ist, man macht.
Die große Kunst in einer derartigen Situation, wenn auch der größte Regelbruch, den man begehen kann, ist zu lachen. Weil es einfach lächerlich ist. Statt vernünftig und verständlich miteinander zu kommunizieren giftet man sich gegenseitig an, macht einander Vorwürfe und erwartet, dass der andere einen Schritt auf einen zu geht, während man selbst dazu nicht bereit ist. Das führt zu verhärteten Fronten, bis einer “nachgibt” beziehungsweise einlenkt. Eben der entscheidende Umschwung zur Kooperation, ich glaube, ich hatte das schon mal an anderer Stelle. Sollte keine Seite einen derartigen Weg einschlagen, kann daran auch ganz schnell die (zwischenmenschliche) Beziehung (jedweder Art) auseinander gehen.
Und in einer derartigen Situation zu lachen ist einfach grandios. Zumal es – meiner Meinung nach – dem Gegenüber zeigt, dass man in trotz dem derzeitigen Konflikt mag und wertschätzt.
Und so kam ich heute nicht umhin zu lachen und die Liebste lachte zumindest beim ersten Mal mit, auch wenn ihr nicht wirklich zum Lachen zumute war. Bei ihr existieren nämlich nicht Zuneigung und Konflikt nebeneinander, sondern letzterer überschreibt den ersteren Zustand. Ich kann damit immer mehr spielen. Nicht vollständig, in jedem Kontext und jede Auseinandersetzung betreffend – aber immer und immer mehr.
Ich denke, das Entscheidende in derartigen Situationen ist das eigene Ego zurückzuschieben. Zwar mag man sich vom Gegenüber missverstanden, verletzt und Gott wer weiß was fühlen – aber scheiß drauf. Dem anderen geht es vermutlich genauso und wenn man klar und unmissverständlich darüber redet… es kann vieles so einfach sein *lach*
Man darf eben das Leben und sich selbst nicht so bitterernst nehmen. Dir ist etwas Schlechtes widerfahren? So what, drüber lachen und weiter geht’s. Rumheulen bringt einen nicht weiter (ist aber manchmal wichtig!) – lernen, neujustieren, besser machen.
Natürlich gibt es manche Dinge, die kann, will und sollte man nicht verzeihen, keine Frage. Nur ist diesbezüglich mein derzeitiger Erfahrungsschatz zu gering – dafür brauche ich die entsprechenden Auseinandersetzungen. Ich brenne allerdings schon darauf, koste es, was es wolle. Der Preis wäre möglicherweise viel zu hoch… aber man macht neue Erfahrungen. Erfahrungen, die auch andere Menschen zu neuen, mitunter unschönen, Erfahrungen zwingen, ob sie sie machen wollen, oder nicht. Das ist das einzige Hindernis…
Ich muss den letzten Punkt vielleicht (irgendwann) noch einmal überdenken. Doch ich finde ihn interessant, so unmenschlich er mitunter auch erscheinen mag.
Robby, break the rules

[...] da die Option zu gehen keine wünschenswerte ist. Und durchbrochen wird dies eben von lachen, weil die Interaktion mittels genetischer oder sozial erworbener Skripte und Gegenskripte einfach [...]