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Nun war ich also angekommen. Vor mir stand eine kleine, zittrig-rauchende Gestalt, welche auch unter dem Namen bastih bekannt ist. Ganz so abgewrackt, wie ich ihn hier beschreibe, sah er natürlich nicht aus, aber war er zu diesem Zeitpunkt doch sehr aufgeregt. Ich hingegen war die Ruhe selbst – noch.

Doch bevor wir zur eigentlichen Lesung kommen, galt es erst einmal die Stufen empor zu klimmen und oben angekommen Platz zu nehmen. Kaum war ich da, kam mir vom Sofa links von mir ein “Hi Rob.” entgegen, welches einen Ausdruck der Verwunderung auf mein Gesicht legte. Ah, Adriani, namentlich die Freundin von bastih und mir zumindest aus Erzählungen bekannt, wie es umgekehrt wohl ähnlich war. Ein Klopfen in die Runde samt Vorstellen des bastih-Fanclubs, dann zog ich mir ein Stuhl und wurde angegliedert.

Und das war das Problem: an und nicht ein.
Ich bin nicht der Typ Mensch, der einfach so in fremde Gewässer schwimmt. Ich brauche jemanden, der mich – salopp gesagt – an die Hand nimmt und rüberzieht. Einen gewissen Grad an Sicherheit, während man sich an die Umgebung gewöhnt – und umgekehrt. Eine Anpassung des Wassers an das neue Individuum. Das war gestern einfach nicht gegeben und ist auch nicht zu erwarten. Natürlich hätte ich etwas erzählen können, aber ich bin keiner, der anderen gezwungen ein Gespräch ans Bein nageln will. Das zu erklären, würde wohl den Rahmen des Beckens sprengen, habe ich auch gerade keine Lust drauf. Fakt ist, ich bin bei aller Offenheit und Kommunikationsliebe nicht der Typ Mensch, der einfach selbstverständlich durch die Tür tritt. Ich brauche jemanden, der sie öffnet, mich hinein winkt oder mit mir durchgeht.

Dieser Umstand traf auch auf alle anderen Unbekannten im Raum zu. Jeder hatte seine Anhängerschaft anbei oder kannte sich untereinander, sich da irgendwie in die Gruppen und Gespräche reinzudrängen – nein danke. Klar hätte man sagen können “Hey, guter Text, schön gelesen.” und so weiter, nur ist das so, als spräche man ein Mädel mit dem Satz “Hey, haben wir uns nicht schon einmal gesehen?” an, unter der Voraussetzung, dass man sie noch nie zuvor gesehen hat. Und da ich besagte andere Blogger eben (bisher) noch nicht gelesen habe, folglich bis dato nicht mal virtuell kannte und keinerlei, für mich annehmbare, Anknüpfpunkte hatte, ließ ich es eben bleiben.

Will man es übertrieben genau auf den Punkt bringen, so lässt sich sagen, dass ich trotz der Menge an Leuten im Raum allein war. Hat mich ein bisschen an meinen “Abiball” erinnert – und der war scheiße. Und trotz dessen ich damals kaum gebloggt habe, findet sich darüber sogar ein Eintrag (klick).

Und so machte ich mich dann asbald nach Ende der vorgetragenen Texte vom Acker. Alleine auf einem großen Spielfeld steht man nicht gerne. Hat zeitlich zwecks Treffen mit der Liebsten eh bestens gepasst und wer weiß, beim nächsten Mal wird es hoffentlich besser – oder zumindest anders. Ich arbeite dran.

Robby, kommt zur Lesung

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4 Responses to “Bloggerlesung – das Drumherum”

  1. [...] wir zum Herzstück der und eigentlichen Veranstaltung, der Lesung selbst. Die war neben einiger persönlichen sub-suboptimalen Rahmenerscheinungen wirklich toll, vermutlich sogar großartig. Ich hoffe, dass ich Autoren samt zugehöriger [...]

  2. [...] leider weibliche, begleitung auch“, Robby hat danach schlecht geschlafen (und wohl am meisten dazu geschrieben), jabb beurteilte die Veranstaltung als “großen Erfolg“, [...]

  3. [...] war dann glaube ich noch klingsor, den ich vom Sehen mehr kennen dürfte als ich. Auch wenn ich bei der letzten Bloggerlesung am Ende aus verschiedensten – mitunter bescheuerten – Gründen nicht mit den Leuten [...]

  4. [...] zu haben, dass ich zur nächsten Lesung alles, nur nicht alleine hingehen würde. Ich habe mich scheinbar geirrt, sollte es mir aber mit Ausrufezeichen notieren. Dieses Mal gab es immerhin wenige [...]

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