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Glücklichproblematik

Ich scheine ein Problem damit zu haben, wenn Menschen, die mir zu einem gewissen Grad wichtig sind, glücklich sind, und ich nicht dafür verantwortlich bin. Vor allem dann, wenn ich mit dem Fremderzeuger vergleichbar bin (mehr rollentechnisch als persönlich).

Der Grund dafür ist nicht der Anreiz eines Glücklich-mach-monopols, so dass sich alle danach und folglich um mich reißen, sondern eher die Angst, ausgetauscht und ersetzt zu werden.

Betrachtet man diesen Teil der Verhaltensgleichung, so ergibt sich als Ziel Kontakt wenn nicht gar Bindung zu anderen Menschen. Damit verbunden die Absicht einer ausgeglichenen, beiderseitig interessierten Beziehung.
Menschen knüpft man vor allem dann an sich, wenn man ihnen etwas Gutes tut. Ich rede hier nicht von abhängig machen, sondern lediglich von der Verbindung positiv erzeugter Gefühle und der Verbindung zu der eigenen Person. Glücklich sein steht dabei ganz oben auf der Liste.

Das führt wiederum zu dem Gedanken “Mache andere Menschen glücklich, damit sie etwas mit dir zu tun haben wollen.” beziehungsweise zu der weitaus dysfunktionaleren (und darüber hinaus irrationalen) Version “Andere Menschen wollen nur dann etwas mit dir zu tun haben, wenn du sie glücklich machst.”, was (zumindest beim Großteil) nicht zutrifft.

Gibt es folglich jemanden, der mit mir in Beziehung stehende Personen ebenfalls glücklich, wenn (subjektiv) nicht gar glücklicher macht, so bricht die oben genannte Kette auseinander:
“Ich kann Leute nicht glücklich (genug) machen, sie haben jemand anderen und interessieren sich nicht mehr für mich.”

Das ist erstens nicht gut und zweitens meistens wohl nicht zutreffend. Liegt wohl daran, dass irgendwo in mir tief verwurzelt ein Gewinnstreben verankert liegt. Der Erste/Beste/Tollste/whatever zu sein. Habe da mal einen schönen Spruch gelesen: “Der Zweite ist der erste Verlierer.”

Damit zusammenhängend könnte man gleich generell die Aufmerksamkeits- und Beachtungsgeschichte hinzufügen, die in oben genanntem Netz wohl mit drinnen hängt. Die Übergeneralisierung und übertriebene Kränkung bei temporärer Nichtbeachtung. Immerhin etwas, was mir schon länger bewusst ist und wo ich entsprechend gegensteuern kann und es auch tue.

Im Gegensatz zu letzterem bezieht sich die Glücklichproblematik, soweit ich das jetzt retrospektiv grob erfassen konnte, vorrangig, wenn nicht gar ausschließlich Frauen. Vielleicht sollte ich mal meine Mutter zwecks frühkindlicher Erfahrungen in die Richtung fragen. Die könnte prototypisch derart ausgesehen haben, dass ich wem auch immer eine Freude machen wollte und diese Person mich aufgrund anderer Freuden vernachlässigt/verlassen/whatever hat.

Hmm, naja – ist auch erstmal egal.
Wobei: Im Extremfall geht das sogar bis dahin, dass ich mit Leuten nichts zu tun haben will, wenn ich nicht glaube, dass ich sie glücklich mache(n kann).

Robby, Erfahrung +1

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6 Responses to “Glücklichproblematik”

  1. [...] man zu dem letzten Eintrag als Ziele zum Aufbau und Erhalt zwischenmenschlicher Beziehungen noch Unterhaltung und Hilfe, ist [...]

  2. on 26 Jun 2008 at 17:00 Schaf

    .

    Na ein bisschen mehr will ich schon sagen… finde gut, dass du dich auch mal selbst bisschen unter die Lupe nimmst – wobei das eigentlich auch nichts Neues ist… – und dein Verhalten so manches Mal ist nachvollziehbarer.

    Ich hoffe, dass du noch lange was mit mir zu tun haben willst, auch wenn du es trotz aller Bemühungen bisher noch nicht geschafft hast, mich vollkommen glücklich zu machen :)

  3. on 26 Jun 2008 at 17:10 Robby

    “auch mal selbst ein bisschen”? Habe ich was verpasst? Oo Who’s the master-analysator of himself? :D

    Naja, ich will ja auch nicht alle ständig und überall vollkommen glücklich machen und ist dieses Problem auch eher unbewusst und situationsspezifisch, als generell global und so ;)

  4. on 26 Jun 2008 at 17:57 Schaf

    Ja, als ich es geschrieben habe, habe ich auch sofort bemerkt, dass du das eigentlich ständig tust. Ich sag ja: Nicht’s Neues ;)

    Es ist ja nicht schlimm, dass du (meinetwegen gelegentlich) den einen oder anderen glücklich machen willst – nur dass du anderen nicht auch die Möglichkeit gibst es auch zu tun, ist halt… das Problem. Aber das weißt du selbst ja am besten.

  5. on 30 Jun 2008 at 01:51 Ai Hua

    Könnte zu vielen einfach einen Punkt setzen, allerdings nicht immer, dafür wenn einen besonders großen und fetten.

  6. on 30 Jun 2008 at 15:31 Robby

    Ist ja wie gesagt etwas einseitig überzeichnet und kontrastierend. Wird im Endeffekt wohl (hoffentlich *hehe*) nicht ganz so schlimm sein, wie beschrieben.


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