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Damals und heute

Es ist erschreckend alte Fotos anzuschauen. Weniger die aus Kindertagen, auf denen ist man klein, niedlich und unbeschwert, vielmehr die aus einer Zeit, die noch nicht so lange her aber längst schon vergessen ist.

Wenn ich sehe, wie ich zum Ende meiner Schulzeit aussah, mit Beginn meines Studiums, und diese Momentaufnahmen loslaufen lasse, komme ich zu Filmen, die ich eigentlich nicht sehen möchte. Dazu braucht es keiner Dia-Projektoren, manchmal reicht schon die Vorstellung im Kopf. Die Erinnerung, wie man sich damals verhalten hat, selbst, wenn dieses damals erst gestern war. Gedanken und Handlungen, die das Abspielgerät nur schütteln lassen und im Inneren die Frage aufwerfen: “Oh mein Gott, wie konntest du nur so rumlaufen, dich so bewegen, so etwas tun, so etwas sagen und denken?!”

Ein Rückblick, der oftmals – nicht immer – von einem grellenden Entsetzen begleitet wird. Ein Rückblick, der nach heute und vorne gewandt den Weg eröffnet, anders auf das morgige Gestern zurückzublicken.

Ich biege scheinbar schon vorher ab. Stehe in Erinnerung neben mir und betrachte mein ungeschicktes Selbst, nur um nach der anschließenden Drehung in die Realität geschickte Versuche zu unternehmen, die irgendwann auch nicht mehr sind als eine ungeschickte Erinnerung.

Vielleicht sollte man einfach einmal stehen bleiben, inne halten. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft an sich vorbeirauschen lassen und einfach nur zuschauen. Mit geschlossenen Augen, dann sieht man mehr.

Robby, morgen

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