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Armed Assault

Oh man, was für ein geiles Spiel. Ich weiß noch, wie mich seinerzeit “Operation Flashpoint” schon mit der Demo in den Bann gezogen hat, von der Vollversion ganz zu schweigen. Wie ich im Alleingang Panzer aufgehalten, Versorgungslager sabotiert, Hinterhalte gelegt und Schritt für Schritt Everon befreit.

“Armed Assault” tritt schon eine ganze Weile in die Fußstapfen, ich habe es mir jedoch erst gestern zum Schnäppchenpreis zugelegt. Wie auch beim “Vorgänger” gilt: es ist bockschwer. Verziehende Waffen, Verwunden, die einen noch mehr verziehen lassen, Gegnerübermacht und wenige Treffer bis zum Ableben. Dafür belohnt das Spiel mit wendungsreichen Missionen und grandioser Musik.

In der ersten Mission galt es als Scharfschütze einen Konvoi auszuheben. Der Kollege platzierte die Sprengladung auf der Straße, sprengte den vorausfahrenden Jeep und brachte die dahinter fahrenden Laster zum Stoppen. Die feindlichen Soldaten sprangen heraus, ich lag auf einem Wasserturm in der Höhe und nahm die Gegner unter Beschuss. Nicht ganz einfach, Stichwort Ballistik und bewegende Ziele. Heißt also gegebenfalls vorhalten und drüber zielen, damit das Geschoss in einem leichten Kanal nach unten ins Schwarze bewegt. Mit mehreren Anläufen war das auch ganz machbar, ohne selbst im feindlichen Kugelhagel draufzugehen.
Die Fahrzeuge an sich hätten laut Auftrag eigentlich stehen bleiben können, aber wenn man einmal da ist… hingerannt, Fahrer erschossen (warum die nicht ausgestiegen sind?!), Raketenwerfer von einem gefallenen Gegner aufgehoben und beide LKWs in die Luft gejagt *hrhr*

Die zweite Mission fing ganz leicht an, wurde aber bockschwierig schwer – unvorhergesehene Entwicklungen eben. Ziel war die Zerstörung vier gepanzter Fahrzeuge sowie der optionale Auftrag, Informationen zu besorgen. Macht man natürlich gerne. Also im Schutze der Dunkelheit abermals im Alleingang den Fahrzeugen genähert, Sprengladung gelegt, auf dem Berg verkrochen, drei Raketen ins Tal gejagt, Fernzündung betätigt und in Richtung des zweiten Zielorts gemacht.
Nun reichte es natürlich nicht, dass ein Kampfhubschrauber am Himmel auftauchte und das Schlauboot (Evakuierungspunkt) inklusive Besatzung zerschoss, nein, ich musste natürlich auch noch verfolgt werden. Sind die Gegner so schon kaum auszumachen, ist das bei Dunkelheit selbst mit Nachtsichtgerät noch eine Ecke schwieriger. Vom Treffen ganz zu schweigen.
Im zweiten Lager sollte dann neben den Plänen auch Plan B stehen – ein Hubschrauber. Der wurde allerdings von einer handvoll Soldaten (Nachtsichtgeräte!) und vier Maschinengewehrstellungen bewacht. Erst mit mehrere Anläufen gelang es mir, dort Fuß zu fassen: Ranrobben, MG-Schütze ausschalten, zwei zwischendurch aufgesammelte Granaten über den Sandsack zu den drei Soldaten werfen und von da an war es einigermaßen machbar. Bis zum Hubschrauber, kreiste doch ein feindlicher am Himmel, der einen mit zielsuchenden Raketen in Windeseile zurück auf den Boden zimmerte. Sein Bewegungsradius reichte ebenfalls nicht aus, um in einer ungesehenen Sekunde hindurchzufliegen.
Was macht man also? Rennt zu den MG-Nestern und rattert Kugeln in den Firmament, was den Helikopter zu verscheuchen schien. Die Gunst der Stunde genutzt, in den eigenen Heli gesprungen, Maschinen angeworfen, gestartet und abgehoben, als sich plötzlich wieder ein roter Punkt auf dem Radar bemerkbar macht. Todesmutig den Steuerknüppel herumgerissen und eine zwanzigseitige Raketensalve in die Richtung des Feindes geschossen, in der Hoffnung, ich würde ihn treffen bevor er mich trifft. Und irgendwie hat das geklappt.

Was ich mich allerdings frage, wozu ich schallgedämpfte Waffen benutze, wenn beim ersten Schuss das ganze Lager auf den Beinen ist, selbst von denen, die neben Hör- auch außer Sichtweise sind. Nuja, ging ja trotzdem alles gut ;)

Robby, Alleingang

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