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Wanted

Zu meiner Überraschung verlangte die Dame am Ticketschalter keinen Altersnachweis, lediglich einen Platzwunsch. Im Zuge der Individualisierung reichte ein Mitte Mitte scheinbar nicht aus, so dass ich auf dem kleinen Monitor mir aus den kleinen gelben Kästchen eins aussuchen musste. Getan, gesagt, bezahlt – es gab dort schon einmal sympathischere Mitarbeiter.
An Lesematerial gegriffen, was zu greifen ging, allerdings konnte ich auf dem Weg nach oben nirgends ein Kinomagazin entdecken. Gerade heute wäre es einmal sinnvoll gewesen. Die Kartenabreißerin freute sich, dass sie endlich jemand bemerkte, zertrennte meine Karte und schaute mich mit einem ungläubigen Blick an, der nur einen Sekundenbruchteil dauerte aber ein gedankliches Sprachgewitter repräsentierte, dass da vermutlich lautete, ob ich denn schon 18 wäre, sie mich nach meinem Ausweis verlangen solle oder dies die Kollegin unten übernommen hatte. Vielleicht sollte ich derart ungestellte Fragen in Zukunft beantworten. Am besten mit dem Satz “Möchten sie sehen, dass ich 21 bin?”

So kam ich dann an, das erste Mal alleine im Kino.
So ganz stimmt das nicht ganz, saßen bis zur Vorhangöffnung sechs Pärchen, eine Männerzweiergruppe und ein volumenmäßig umfangreiches, Popcorn mampfendes Ungetüm mit mir im Saal. Letzteres direkt rechts hinter mir, so dass ich die ehemaligen Maiskörner in seinem Maul zerbersten hören konnte. Den 1-Liter-Becher Softdrink hatte er natürlich auch am Start. “Hast du dir wieder den besten Platz ausgesucht.” dachte ich mir, während hinter mir das penetrante Geschmatze weiter ging. “Nach dem Film dreht der bestimmt ab, denkt er wäre auch voll der Held,” redete ich mit mir selbst weiter,1 “wobei er sich immer nur einen auf Pornos runterholt.”
“Also quasi so wie du, nur dass du nicht so fett bist.” karikierte ich mich selbst und so, wie es meine guten Freunde getan hätten2 ;) :D

Der Film begann, beziehungsweise erst einmal die Werbe- und Trailershow. Gemerkte Filme, die anschauenswert sind, ich aber wohl einen vergessen habe: “Transporter 3″3, “Max Payne”4 und “Eagle Eyes”5.

Kommen wir zum eigentlichen titelgebenden Thema: “Wanted”.
Ein furioses Action-Kino, welches Männerherzen und ihre Träger klatschen und höher springen lässt. Wie schon “Shoot’em up” stellenweise arg blutig, vom größtenteils fehlenden Realismus ganz zu schweigen, aber das darf man bei derartigen Filmen auch weniger nicht erwarten, ist es doch einfach nur “COOL, COOL, COOL, RoXxOr, Ownage, Pwnage.” – oder so ähnlich.
Die Story… ja die Story… Glaubt man am Anfang, es würde gar keine geben, die mehr als nur einen fadenscheinigen Rahmen um das willkürliche Töten sowie Heranziehen des neuen Schützlings bildet, stellt der Hauptdarsteller im Verlauf die richtigen Fragen und findet seine Antworten. Dadurch werden zudem die vermehrt aufklaffenden Logiklöcher gestopft. Das zwar auf eher unbefriedigende Art und Weise, aber zumindest in der Intention tiefgründiger als erwartet.

Die Moral von der Geschichte?!6
“Du solltest keine Schafe schicken um den Wolf zu töten.”78

Robby, lässt das wohl bleiben9

  1. Boah ich krieg grammatikalisch solche Sätze nicht mehr hin… []
  2. Jaja, wenn man solche Freunde hat… []
  3. Wobei das bis auf die Armfessel nur altes in neuer Variation zu sein scheint. Aber das muss ja nichts schlechtes sein. []
  4. Eine Spieleverfilmung, na, wer hätte es gewusst?! Das ganze mit Mark Wahlberg, der geilen Sau. []
  5. SPIELEN! []
  6. Neben dem furiosen, “Matrix” übertreffenden Finale. []
  7. sinngemäß []
  8. Ja, das Aufgreifen der Wolf-Schaf-Thematik hat mir gefallen. []
  9. Einen angemesseneren Bericht mit entsprechenden Zitaten und Spoilern, wenn ich den Film auf DVD habe. Selbst anschauen lohnt sich. []

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3 Responses to “Wanted”

  1. on 03 Okt 2008 at 23:53 Max

    Ich fand ihn so schlecht. Nur Angelina Jolies Hintern konnte diesen Film retten. Beim Webstuhl des Schicksals hörte einfach alles auf! Shoot’em Up dagegen ist richtig geil. *an Möhre knabber*

  2. on 04 Okt 2008 at 17:09 Robby

    Dann willst du nicht wissen, wie viele Webstühle des Schicksals in unserer Welt existieren ;) Abgesehen davon wird dieser in Frage gestellt ff., was dem Film mehr Tiefgründigkeit verleiht als dem ebenfalls genannten Werk.

  3. on 07 Okt 2008 at 20:18 Max

    Mag sein, dass es nur eine Metapher sein sollte, mag auch sein, dass die Moral der Geschichte lautet: Jeder webt sein eigenes Tuch immer noch am besten. Aber trotzdem erwartet man bei der Aufmachung des Filmes einen Hintergrund, bei dem man nicht denkt “What the fuck soll das bitte jetzt sein?”
    Shoot’em Up hingegen nimmt sich selber nicht zu sehr ernst und möchte unterhalten. Da finde ich das rumgeballer gegen das rumgeballer weitaus sinniger! :D


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