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Entscheidungsfolgen

Wäre ich momentan und überhaupt nicht auf dem Entscheidungs- und Selbstwirksamkeitstrip, würde ich wohl von Ironie des Schicksals sprechen. Das könnte man auch so, mit dem Verweis auf den zweiten Teil dieses Eintrags vor etwas über einem Jahr und dem Hinweis, dass es mir heute fast genauso ging.

Aber vielleicht erst einmal zurück zum Anfang.
Ausgangspunkt war dieses mal der Hauptbahnhof. Gerade angekommen, die Straßenbahn einfahren sehen, auf die Uhr geschaut und mir gedacht “Wenn du da jetzt noch schnell reinspringst, kriegst du deine Straßenbahn noch.” So sprach und sprang er – und das Unheil nahm seinen Lauf.

“Die Fahrausweise bitte.”, ein kurzer Blick nach rechts und der Gedanke, dass es doch wohl hoffentlich nicht der Typ vom letzten Jahr ist. Oder anders gesagt: die Befürchtung, dass es eben doch jener ist, der sich wegen der abgefuckten Berechtigungskarte vor einen stellt, mit den Armen wedelt und “NEEEEEEEEEEEIIIIIIIIN” schreit. Also gleich mal das selbstironische Lächeln eingeschalten, darauf hingewiesen, dass ich nur die alte Berechtigungskarte habe, dafür aber auch meinen Studentenausweis und darüber hinaus den Antrag für die Neue in der Umhängetasche. Das war und ist sogar korrekt, war ich dafür heute morgen extra dafür im EVAG-Center. Half alles nichts, auch wenn die rudernd-erschlagenden Arme und Abweisungsschreie ausblieben.

Quasi-routiniert ausgestiegen – ist ja nicht so, dass ich das zum ersten Mal mache. Sofern es der selbe Kontrolleur vom Vorjahr war, hat er scheinbar dazu gelernt. So meinte er, er würde mir die 40€ nicht reindrücken. Zum Einen, weil ich ja den Fahrausweis habe als auch so nett bin.1 Er müsse das nur machen, wegen Berechtigungskarte usw., woraufhin ich ihm kurz die Geschichte des Vorjahres zusammenfasste, auf meinen Antrag im Umhang verwies und die Unsinnigkeit einer wahrscheinlich zu zahlenden Bearbeitungsgebühr, nur weil ich es damit noch nicht zur Unterzeichnung in die Uni geschafft hatte. Aufgrund unpassender Zeitüberschneidungen und so.

Das akustisch untermalte Armwedeln blieb aus. Es schien sogar, als habe er Verständnis. Auch wenn er mich nicht zettellos hat ziehen lassen. Seiner Meinung nach werde ich jedoch vermutlich nichts zahlen müssen. Trotz meines Hinweises auf die Geschichte letztes Jahr. Aber das wird sich zeigen, wenn ich Laufbursche spiele und dann die Zettel vorlege, mit dem Verweis, dass ich das nur mal so nebenbei mache, damit ich nichts bezahlen muss.

Was das nun mit Entscheidungsfolgen zu tun hat?
Gäbe es witcherartige Flashbacks hätten sich sanft gezeichnete Bilder aufgetan, die mich zeigen, wie ich im vergangenen Jahr versäume mich direkt bei der EVAG-Zentrale zu beschweren. Hätte ich es getan, hätte der gute Mann heute vielleicht gewusst, dass ich per Studentenausweis legitimiert bin und mich wortlos ziehen lassen. Wissen kann man es nicht – derart einfache Handlungsstränge vollziehen sich nur im Spiel.

Was uns das sagt?
Sollte ich diesmal wieder zahlen, durchziehen. Oder aufs nächste Jahr warten.

Und darüber hinaus?
Chapeau Claque ist toll. Das habe ich auch in dem oben zuletzt verlinkten Eintrag ganz unten geschrieben. Scheinbar damals gehört wie heute. Wenn auch jetzt das neue Album “Fabelweiss”.

Robby, fabelhaft

  1. Entweder hat er knallhart sich selbst oder mich belogen. []

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6 Responses to “Entscheidungsfolgen”

  1. on 21 Okt 2008 at 08:15 Schaf

    Ui! Chapeau Claque haben eine neues Album?! Toll :)
    Die vorherigen Klee-Alben sind übrigens auch wunderwunderschön falls du die noch nicht kennst…

  2. [...] beschleicht mich das Gefühl, dass mein Bafög-Sachbearbeiter mit dem Fahrscheinkontrolleur verwandt ist. Oder zumindest haben beide eine subjektive Ähnlichkeit, die nicht von der Hand [...]

  3. on 21 Okt 2008 at 23:05 Robby

    Yop, war mir auch neu. Habe ich am Wochenende im Vero Moda gezwungenermaßen gehört und anschließend gleich gekauft ;) :D

  4. on 21 Okt 2008 at 23:29 Schaf

    Wozu Shoppen mit der Freundin (nehm’ ich doch mal an?!) alles gut sein kann ;)

  5. on 21 Okt 2008 at 23:32 Robby

    *gnihi* – nuja, ja.

  6. [...] die Antwort auf das verzögerte, aber dennoch abgeschickte, Schreiben zu der Thematik EVAG, Monats- und Berechtigungskarten erhalten. Ich möchte nicht sagen, sie ging am Thema vorbei, aber es war in meinen Augen nur [...]


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