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Young@Heart

[dot-friends.com Review]

Vorwort
Wie der oben stehende Link deutlich macht, handelt es sich hierbei um eine Auftragsarbeit. Inhalt ist ein Review des Films “Young@Heart”, dessen Besuch wiederum von obengenannter Untergliederung des Viral-Marketing-Netzwerks dot-gruppe gesponsort wurde. Das bedingt den Besuch des Films, hat allerdings keinerlei Einfluss auf meine subjektive und persönliche Meinung.1
Positiv hervorzuheben ist, dass das ursprüngliche Angebot “Young@Heart” und “Wolke 9″ zu reviewen aufgrund meines persönliches Interesses auf ersteren Film beschränkt werden konnte und ich darüber hinaus2 ungefragt eine zweite Karte erhielt. Das finde ich gut, so muss das nicht sein, ist allerdings schön, wenn dem so ist. Dadurch ließ sich Privates wunderbar mit Geschäftlichem koppeln, so dass die Liebste und ich gestern Abend gemeinsam im Schillerhof “Young@Heart” sahen.

Der Film
“Young@Heart” ist eine Dokumentation über den gleichnamigen Chor – von der ersten Probe bis zum Auftritt. So weit, so unspektakulär. Das Besondere an diesem ist, dass dessen Mitglieder im Schnitt um die achtzig Jahre alt sind, und die älteste Dame zum Zeitpunkt des Drehs 92 Zähler auf ihrem Konto verbuchen konnte. Darüber hinaus werden nicht nur altersgerechte Stücke eingeübt und interpretiert, sondern die Musikgenres hoch und runter gewandert. Alte, faltige Menschen, mit ihren Gebrechen, Zahnlücken und Wehwechen, die die Musik von heute singen. Singen und leben. Kein Konkurrenz- und besser sein-denken, wie ich es mir bei jüngeren Zusammenstellungen vor allem bezüglich der Soli vorstellen kann, sondern eine Gemeinschaft, die einfach da ist. Wo sich jeder für und mit jedem freut – und trauert. Eine Verbundenheit, die in jüngeren Jahren vielleicht nicht ausgeschlossen, aber wohl weitaus seltener ist.3

Zu sagen, sie sind jung in ihrem Herzen geblieben, wäre bei dem Filmtitel wohl zu abgedroschen. Fakt ist: Sie sind es. Mit welchem jugendlichen Charme und kindlichen Verspieltheit sie trotz ihrer physischen Beeinträchtigungen an die Stücke herangehen ist wirklich bemerkenswert. Man erkennt es. An ihrer Ausstrahlung, ihren Augen und dem Spaß, den sie haben. Nicht nur wegen der Musik, diese ist nur eine Ausdrucksform dessen. Aber wenn man darüber hinaus sieht und hört, wie diese Herrschaften sich äußern – sympathisch. Ja mehr noch, regelrecht der Knaller. Wenn Lenny mit 86 Chauffeur spielt, weil er als einziger noch gut sehen kann und Auto fahren darf oder die eingangs erwähnte 92 Jahre alte junge Frau mit dem jungen Filmteam flirtet, hat das einfach etwas, das Seinesgleichen sucht. Dieser treffende Humor gepaart mit einer großen Prise Selbstironie, wirklich herrlich. Aber das sind wie immer Dinge, die man nicht in Worte fassen und erzählen kann. Die muss man erleben.

Am eindrucksvollsten war wohl der Besuch im örtlichen Gefängnis. Eine Live-Performance der junggebliebenen Damen und Herren vor Personen, deren Haftgrund man nur erahnen konnte. Eine eindrucksvolle Begegnung, die selbst die härtesten Kerle innerlich berührte. Und das einem zeigt, was manchmal zuweilen vergessen wird: Das auch Kriminelle Menschen sind.4

Natürlich sind die Musikdarbietungen nicht so sauber wie die ihrer Vorbilder, sofern sie die überhaupt kennen. Das ist aber auch nicht das, worum es geht. Wichtig ist, es kommt von innen. Tief aus dem Innersten – aus Leib, Herz und Seele. Das ist das, was zählt. Und das machen sie gut.

“Young@Heart” ist kein Film, den man sehen muss, aber unbedingt sehen kann. Zumindest dann, wenn man etwas fürs Herz möchte – und für die Ästhetik. Nicht nur wegen der Musik. Denn Menschen können bei allem Alter und aller Gebrechlichkeit noch wunderschön sein. Wichtig ist, was sie in sich (und nach außen) tragen. Und das gilt nicht nur für die Alten.

Zum Abschluss zwei Links, auch wenn es im Kino in seiner Gesamtheit wohl eindrucksvoller ist, vor allem da man die Schicksale einzelner Persönlichkeiten mitbekommt: Fred Knittle – “Fix you” und ein Beispiel, wie viel5 Spaß alte Menschen haben können. Wirklich schön.

Robby, im Herzen berührt

  1. Auch wenn ich versuche, die Präsentation etwas professioneller als üblich zu gestalten. []
  2. quasi als Ersatz []
  3. Freiwilligkeit und Authentizität sind hier wohl die entscheidenen Begriffe. []
  4. Und auch alte Menschen noch Pepp und Leben in sich tragen. []
  5. bescheuerten, aber guten []

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