Grabsteininschrift
16. Januar 2009 von Robby
Wenn ich irgendwann einmal sterbe, möchte ich am liebsten folgendes auf dem Grabstein stehen haben:
“Er starb während er lebte.”1
Noch viel mehr wünsche ich mir, dass der Satz dann wahr ist.
Robby, kam mir heute in den Sinn
- Vielleicht auch umgekehrt, ich kann mich nicht recht entscheiden. [↩]

Nicht andersrum.
So rum kann ich mehr Positives rauslesen. Obwohl es wohl auf dasselbe hinausläuft je öfter ich den Satz lese – mir den anderen in Gedanken vorspreche.
Solltest du nicht im Bett sein?!
)
(nein, das ist nicht böse gemeint, eher umsorgend
W-Lan
“Er starb während er lebte.” Eigentlich nicht schlecht. Muss ich schon sagen. Der Satz hat was. Aber ich glaube, dass man das jetzt auch schon sagen kann. Der Satz kann nur wahr werden, wenn du auch jeden Tag wirklich lebst. Und ich weiß nicht, ob man das kann. Jeder Mensch hat Grenzen und ich glaube, dass ist eine, die jeder hat. Denn man kann nicht jeden Tag leben. Man hat immer Aussetzer. Geht es dir nicht so? Ist dein Leben wirklich jeden Tag lebenswert? Dann möchte ich dir gratulieren wenn es so ist und dann beneide ich dich auch darum.
Nein.
Es geht nicht darum, dass jeder Tag Leben ist, sondern das man in dem Moment, in dem man stirbt, lebt. Beziehungsweise das man stirbt, während man lebt. Nicht nachdem man gelebt hat, sondern währenddessen.
Prototypischerweise sieht es so aus, dass ich innerlich erfüllt und glücklich irgendwo entlang laufe, in einer anderen Welt bin und in einem unachtsamen Moment mir eine Kugel durch den Kopf fliegt (gut, verhältnismäßig unwahrscheinlich…) oder ich vom Auto frontal erwischt werde. Bäm, sofort tot, mit Sicherheit nicht schön anzuschauen aber in einem der Momente aus dem Leben gerissen, die es wert waren.
Wenn ich glücklich bin, kann ich sterben. Das kann meinetwegen schon morgen sein (auch wenn ich darauf kein Bock hätte), muss aber nicht. Hauptsache ich bin just in dem Moment mit mir und der Welt zufrieden. Was davor war… ich möchte nicht sagen life sucks, aber die wirklichen Glanzmomente sind rar und selten vorhanden.
Jeden Tag glücklich sein… ich glaube, ich würde mich auch erschießen. Ponyhof… oh my god.
Gott wie schön, ein wirklich wunderbarer Satz!
Ich denke es ist doch besser “Ein glückliches Leben gehabt zu haben”. Da ist es mir egal wenn ich zu dem Zeitpunkt des Todes unglücklich bin. Besser so als andersrum.
Retrospektiv lässt sich eh alles einfacher schönreden
Im Augenblick des Todes würde ich sogar den Satz “Lebe für den Moment.” unbedingt unterstreichen.
[...] – “Grabsteininschrift” – in welchem Kontext ich darauf kam, mich mit dem Thema auseinandersetzte… weiß [...]