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Bloggerlesungslust

Ich hätte genau jetzt Lust auf eine Bloggerlesung. Das war beim letzten Mal ganz geil, auch wenn ich an meiner Performance und Socialising Skills arbeiten könnte. Letztere sind wichtiger als erstere. Bei den auf die Lust folgenden Gedankensprünge landete ich bei Punkten wie “Irgendwo einfach mitmachen.”, “Geht das überhaupt so einfach?”, “Was vorlesen?”, “Alles minderwertiger Kram – überarbeiten?”, “Lieber gleich was neues schreiben?!”, “Worüber?”, *längerer Einstieg und Anfang*, “Vielleicht doch meine interaktive Blogidee aufgreifen?”… Was euer Kopf eben in mehreren Sekunden wahrnahm, flackerte in meinem in Sekundenbruchteilen umher. Das ist das Tolle am denken: Es geht so unheimlich schnell. Das ist das Tolle an Menschen, mit denen man sich wortlos versteht. Es spart einfach Unmengen Zeit und dennoch wird alles gesagt.

Da mir mein Locher abhanden gekommen zu sein scheint, jedenfalls finde ich ihn nicht, habe ich nun die Möglichkeit, das Thema etwas – und überhaupt – auszuführen. Wenn auch nicht in der Form, wie sie mir im Kopf lag. Ausgangspunkt war etwas eigenes für eine Lesung zu schreiben. Etwas, was gut wird. Inhaltlich. Sprachlich. Etwas rundes, das durch geht und durchgehend rollt. Sprachfluss.

Schreiben um zu bleiben. An diesen Anfang kam ich am Ende. Wir schreiben um zu bleiben, oder wenigstens die Illusion dessen zu haben. Die Illusion, dass unsere Worte und Gedanken überleben und gefunden werden, während sie in Wirklichkeit unbeachtet in den Unweiten der Internetgalaxie verrotten wie die zugehörige Hülle unter der Erde. Die Hoffnung, die Menschheit zu erleuchten, während der Hostinganbieter aufgrund fehlender Zahlungen die Lichter ausknipst. Wir schreiben um zu bleiben, vielleicht aber um auch erst einmal anzukommen.
Die Sprache hinterlässt ihre Spuren. Vorangegangene Worte führen zu den nachfolgenden, sie alle finden den Weg ins unwegsame und Bewusstsein.1 Darauf bauen sie auf, wir sie ein und auseinander. Sprache macht uns zu dem, was wir sind. Sie führt zu Verständnis und Unverständnis. Dazu, dass wir uns zu anderen Personen hingezogen oder von ihnen abgestoßen fühlen. Un|abhängig davon, ob wir die selbe Sprache sprechen. Wichtig ist das, was zwischen den Zeilen steht. Nicht nur für andere, vor allem für uns. Eine Frage der Formulierung, die uns bei der selben Sache zu Gewinnern oder Verlierern macht. Nicht, dass Verlierer per se schlecht wären. Nur eine Frage der Perspektive.

Sprache: Einfach zu lernen aber schwer zu meistern. Waffe, Werkzeug, Balsam, Tauschgegenstand – vor allem aber das Tor zu unserem Selbst.

“Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt.”

(Ludwig Wittgenstein)

Robby, vergeht auch wieder

  1. Nein, kein Schreibfehler. Nur der Versuch durch die Formulierung das Unbewusstsein anzusprechen ;) []

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