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Kurz nach Sechs fiel ich gestern Morgen aus dem Bett. Trottete ins Bad, machte mich fertig, warf das Notwendigste in die Tasche und machte mich los. Überlegte bei jedem Schritt zur Straßenbahn die künftigen Erlebnisse. Wie ich in der Höhe schweben würde, Fotos mac… “Scheiße, du hast deine Kamera vergessen.”, das wohl wichtigste Utensil an diesem Tag. Ich machte auf der Stelle kehrt, rannte los und mit meinen Straßenschuhen durch den Flur. Kamera und Zweitakku geschnappt, in die Jackentasche fallen lassen und so schnell hinaus wie hinein geschlüpft. Zum Glück laufe ich mittlerweile nicht mehr erst in letzter Sekunde los.

Die Zugfahrt verlief problemlos, Käsebrötchen und die kurz vor Abfahrt gekaufte Gamestar, die es zu meiner Überraschung schon gab, wussten mich zu beschäftigen. Ebenso wie die kurzzeitigen Entspannungszustände in die ich mich fallen ließ. Obwohl ich problemlos einen Sitzplatz fand, war es erstaunlich, wie viele Menschen in den Morgenstunden schon unterwegs waren. Vielzahl global player, überdurchschnittlich attraktiv und mit Laptop auf dem Tisch.

Pünktlich in Metropolis1 angekommen, bewusst mehr als eine Stunde zu früh. Auf der Fahrt stellte sich bereits das “vom Dorf in die Stadt”-Gefühl ein. Dafür war die Ankunft dann doch ernüchternd. Hatte das Ganze auf google-maps noch enorme Ausmaße angenommen, war sowohl Bahnhof als auch drumherum… ich möchte nicht sagen klein, aber problemlos überschaubar. Der Ort, wo ich kurze Zeit später in die Luft gehen sollte, lag auch gleich rechter Hand, keine zwei Minuten entfernt. Das hatte ich mir alles größer vorgestellt.

Kein Bahnhofsvorplatz, nur ein Dreierpolizeigeschwader. Ich mietete mich mit einem 3,30€-Kakao, der nicht Kakao sondern Premium Hot Chocolate hieß, im Starbucks ein, um mich wenigstens irgendwo hinsetzen zu können. Hautbahnhof Metropolis – was für ein Umschlagsplatz attraktiver Menschen. Holy Shit. Man sieht einen klaren Unterschied zur restlichen Welt. Nicht nur, dass es Brezeln im Zug gibt, nein, so ziemlich alle laufen aufgebrezelt umher.

Die anschließenden Toilettensuche – systematisch und kontrolliert auf einem Bahnhof umherirren macht Spaß – endete im Untergrund. Ein Plus für alle Keimneurotiker, gab es keine Türen sondern nur ein Drehkreuz am Eingang. Eines, über das man beherzt locker hätte überspringen können.

Fünfzehn Minuten zu früh war ich am Treffpunkt und wurde von zwei rotgekleideten mydays-Damen willkommen gehießen. Wie Blogger sahen die anderen aber nicht alle aus. Nach Ankunft der anderen wurden die Tickets (ohne Personalienkontrolle!) eingesammelt, man an das Schwebegefährt geführt, angeschnallt und an den Tisch geschoben. Ein Koch und zwei Bedienstete des anliegenden Hotels bewegten sich in der Mitte, um uns zwanzig Personen bestens zu versorgen. Dabei hatte ich das Glück, bei der charmanteren Kellnerin zu landen. Eine wirklich aufmerksame Betreuung, ungefragt bekam man sein Glas nachgefüllt, selbst, wenn es noch halb voll. Das war ja schon fast zu viel des Guten *hehe*

Bevor wir in die Luft gehen, mal eine kurze Anwesendenbeschreibung, macht mir Beobachten ja Spaß. Wie gesagt, ich hatte ja erwartet, dass der Großteil Blogger wären. Alle per Werbegeschenk versorgt und dass man so eine gemeinsame Gesprächs- und Diskussionsbasis hätten. Dem war zu meiner Überraschung nicht so. Ich saß auf einer Längsseite rechts außen, die Beschreibung erfolgt von dort aus im Uhrzeigersinn:

  • Neben mir saß eine Veranstalterin samt weiblicher Begleitung, die andere Events auf mydays anbietet und aufgrund noch vorhandener Kapazitäten kurzfristig die Einladung zu Dinner in the Sky erhielt.
  • Ein Fotograf mit vermutlich seiner Frau. Wird vermutlich ebenso eingeladen worden sein, um ein paar hübsche Bilder zu schießen und zu veröffentlichen.
  • Der Wunderheiler samt esoterischer Freundin, möchte man stereotype Bilder im Kopf aktivieren. Haben es scheinbar von einem befreundeten Paar geschenkt bekommen oder aber selbst gezahlt.
  • Ein Paar in meinem Altersradius. Überraschungsgeschenk von ihm an sie, wie es schien. Selbst gezahlt.
  • Familie mit kleinem Sohn. Keine wirklich wahrnehmbaren Informationen, vermutlich auch selbst gezahlt.
  • Ein älterer Herr und neben ihm der Einzige, den ich noch in die Bloggersparte packen würde.
  • Zwei Mädels maximal Mitte zwanzig. Die eine erinnerte mich an die Rothaarige von Tatu, die andere fand ich niedlicher. Haben es beide von irgendeiner Frau geschenkt bekommen, vermutlich auch mydays.
  • Nicht Sean Connery, aber ein älterer und doch jung erscheinender Herr, der locker einen James Bond spielen könnte. Neben mir der Einzige, der alleine anwesend war.
  • Freier Platz.
  • Ein Pärchen. Keine Ahnung, vermutlich selbst gezahlt.
  • Freier Platz.

Das sollten mit mir 20/22 sein?! Sind es aber nicht *hmm* Das Gefühl hatte ich eben schon beim Aufschreiben und Durchgehen. Kann sein, dass in unserer Achter-Reihe mittendrin noch ein Platz frei war *grübel* Muss sogar so sein, übersehen habe ich keinen. Nun ja, sei’s drum. Soll nur heißen, das Publikum war breit gemischt.

Und so ging es in die Höhe. Ehrlich gesagt hätte ich es mir aufregender vorgestellt. Das Gestell hing seelenruhig, wie ein Baby lag es im Arm. Das Wetter spielte mit, nachdem es auf der Hinfahrt schon nach Regen aussah. Aber die Aussicht war… suboptimal. Metropolis aus der Luft ist hässlich, zumindest von dem Punkt aus betrachtet, an dem man uns nach oben gezogen hat. Es war so als säße man an einem ganz normalen Tisch, nur eben 50m über dem Boden. Irgendwie unspektakulär. Der Drehradius von den Stühlen war auch sehr eingeschränkt, sonst hätte man sich ja wenigstens um die eigene Achse drehen können *hui*

Das eigentliche Dinner, um das es ja eigentlich geht, bestand aus zwei Gängen. Hauptspeise war was mit Ochsenfleisch und einer Art Kartoffelpüree mit irgendeinem speziellen Senf und festerer Konsistenz. Auf die Pfifferlinge habe ich verzichtet. Hat gut geschmeckt, vor allem die Kartoffelsenfpaste – sehr geil. Für ein Dinner war es vom Umfang aber eindeutig zu wenig. Kennt jemand noch die Werbung, in der unter der riesigen, silbernen Haube dann fast nichts drunter ist? So in etwa. Es war zwar ausreichend, aber zwei oder drei Sachen auf dem Teller… ein bisschen Salat oder irgendetwas anderes zur optischen Mengenvergrößerung hätte nicht geschadet.
Potentiell unappetitlich war Transport und Verteilung der Kartoffelmasse in einem durchsichtigen Folienbeutel. Menschen, die in der Hinsicht etwas empfindlich sind, mag das vielleicht stören.2

Die Nachspeise war ein vielfältiges Gemisch. Ein Pudding mit Rhabarbar. Lecker, hatte ich Rhabarbar doch vor allem in Kleinkindtagen gerne gegessen. Dazu eine Kugel Blaubeereis und auf der anderen Seite etwas Karamelisiertes. War okay und angemessen. Einzige Herausforderung war aufgrund der Fixierung durch die Gurte sich nicht vollzukleckern, konnte man sich ja nicht über Tisch und Teller halten. Bei der Hauptspeise war das irrelevant, bei der Nachspeise nahm ich einfach das Schälchen in die Hand. Dennoch nicht perfekt gelöst. Wie ich später vom “Wunderheiler” erfuhr, gab es dafür einen Hebel an der Seite. Den hatte ich auch bemerkt, aber lieber die Finger von gelassen. Nicht, dass es einen plötzlich nach hinten zieht *hehe* So etwas kann man vorher ja auch mal instruieren, wenngleich man sich auch mit einer Monsterserviette hätte verhüllen können.

Alles in allem war es mal etwas anderes. Lecker, einzigartig und individuell. Tolle Betreuung am Boden und nette und absolut aufmerksame Bedienung in der Luft, wobei das wohl je nach Kooperationspartner variieren kann. Für mich allerdings nichts, wofür ich Geld ausgeben würde. Dafür fand ich es zu unspektakulär. Selbst zu Zweit wäre es wohl nicht spannender gewesen. Wären die Stühle drehbar…
Aber okay, ich bin da vielleicht auch nicht die richtige Zielgruppe. Wer so etwas schon immer mal machen wollte und denkt, dass sei wohl das Erlebnis, dem sei es nur zu empfehlen. Für alle anderen ist es nice to have, aber nichts, was man unbedingt haben muss.

Robby, up up and above

  1. Unauflösbare Stadtverschleierung aufgrund eines Folgeeintrages notwendig. []
  2. Das nur als weiterer Anregungspunkt, sollte jemand von mydays respektive dem Veranstalter das hier lesen. []

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One Response to “Dinner in the Sky – Metropolis”

  1. [...] bekanntlich mehr als Worte sagen, folgt hier eine Fotoauswahl des gestrigen Dinner in the Sky. War wie gesagt ganz [...]


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