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Selbstinfragestellung

Eine Selbstdifferenzierung für dann zu Problemen, wenn das Selbst sich selbst in Frage stellt. Wenn man nicht weiß, ob man etwas sagt, weil man es meint oder es zu meinen meint. Für das Ergebnis mag das egal sein, für die Bewertung nicht. Zumindest nicht für die eigene.

Diese Betrachtung ist vielleicht realistisch, aber nicht gesund. Ich meine, woher weiß man, dass man etwas aus Grund A tut und nicht aus Grund B. Wer sagt einem, dass A nicht einfach eine Rechtfertigung, Maskerade, Fassade für B ist. Und B gleichzeitig etwas ist, dass wir nicht unser Eigen nennen wollen.
Wer sagt einem, was man wirklich will und was einen aus welchem Grund wirklich antreibt? Ehrlich gesagt niemand. Nicht mehr als eine Illusion und Schaffung der Wirklichkeit, die wahrscheinlich notwendig ist und das Leben erst erträglich macht.1 Sich für eine Seite der geworfenen Münze zu entscheiden und sie nicht auf die Kante zu stellen um sie von allen Richtungen zu betrachten.

Ich denke, das kann nicht gesund sein. Eine gewisse Klarheit im Leben ist notwendig, selbst wenn sie nur künstlich geschaffenes Glas ist und die Wirklichkeit vollends verschwommen und verworren ist. Das führt uns zum Konstruktivismus und seines Widerspruchs in sich.

Nicht, dass mich jemand falsch versteht. Ich habe kein Problem damit. Zumindest keins, dass ich nicht in den Griff bekomme. Das ist das Tolle an Eigenbeobachtung. Dass man sich selbst laufen lässt und gleichzeitig daneben steht und schaut, wie man läuft. Man selbst ist Puzzle und Puzzler zugleich. Versuchsobjekt und Wissenschaftler. Man sitzt kaputt vor seinem Rechner und schmunzelt gleichzeitig ob dieser Erkenntnis und der Frage, wie man sie gewinnbringend für sich (und seine Umwelt) nutzen kann.

Mittlerweile lassen sich einige Kernfaktoren herauskristallisieren, die zu diesen oder ähnlichen Blogeinträgen und Gedanken führen. Diese sind in diesem Moment nicht alle gegeben, seien aber als Zwischenbilanz hier subsummiert: unausgeglichener Flüssigkeitshaushalt, Mangelernährung, unzureichende Frischluftzufuhr, unzureichende Körperaktivierung, Schlafmangel und emotionale Vereinsamung. Letzter Punkt kann ebenso durch die Sinnhaftigkeit – oder eben auch nicht – ersetzt werden. Ungeachtet dessen wird deutlich, dass sich vor allem die Vernachlässigung der physischen Verfassung ungünstig auswirkt. Allen voran wohl Schlaf, weswegen ich diesen zu mir nehmen statt derartiges erbrechen sollte. Aber man muss es ja interessant halten.

Vielleicht sollte ich mir einen – in Anfängen bestehenden – Plan zurecht legen, der die körperliche Aufrechterhaltung bis Optimierung beinhaltet. Und wer mir die ganze Zeit sagen möchte, das klänge gerade alles zu rational: Leute, das ist ein Puzzle. Man puzzlet nicht nach Gefühl, sondern mit System. Zumindest dann, wenn die Teile in- und zueinander passen sollen. Ob ich selbst glaube, was ich da gerade sage? Ehrlich gesagt: Nein. Gefühl gehört selbstverständlich dazu, aber nicht hier her. Das ist ein Punkt, den denke ich viele verkennen. Dass ich alles mögliche über mich und meine Gedankenwelt schreibe, aber die Gefühle oftmals hinter einem Schirm verdeckt sind. Selbstverständlich mögen latent gewisse Zustände ableitbar sein, aber Interpretationen sind und bleiben Interpretationen. Blieben sie auch bei expliziten Ausführungen und Formulierungen, aber weitaus erfolgsversprechender und wahrscheinlicher.

Würde ich hier öfter Gefühle auspacken… ich glaube, das würde euch erschrecken. Und vor allem mich selbst. Emotionen besitzen eine ungeheure Stärke und Kraft. Und die muss nicht immer gut sein.

Ich glaube, ich sollte hier eine gottverdammte Sicherheitsabfrage einrichten, ob ich denn noch “klar bei Verstand” bin oder schon geistig umnachtet. Oder zumindest mal Strg+A und Entf oder aufs Kreuzchen rechts oben drücken. Aber ehrlich gesagt, finde ich es gut so etwas aufzuheben. Solche Phasen und Momente gehören dazu. Die Augenblicke, in denen man psychisch sabbernd am Boden liegt und am liebsten zu Leere zerfallen würde. Immerhin entsteht dadurch ab und zu etwas brauchbares.

Robby, der Morgen danach zählt

  1. Und nach der Terror Management Theory respektive Alternativerklärungen ist das nicht nur wahrscheinlich. []

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