Feed on
Posts
Comments

Following 1000

Was ich bei Twitter nicht ganz verstehe: Einzelne Twitterer werden von Tausenden gefollowt, andere oder auch die selben followen Tausenden.

Wo ist der Sinn dahinter? Ist das sowas wie eine große Followbörse ala “Du followst mir also follow ich auch dir.”? Ein Massenverbinden wie auf irgendwelchen Linktauschseiten? Ich möchte ja nicht das Interesse an der Meinung zigtausender anderer Menschen bezweifeln, immerhin gibt es ja auch Menschen, die lesen jeden Tag mehrere hundert Blogs.1 Nur zweifel ich an der Umsetzbarkeit. Außer, wenn man den ganzen Tag über nichts anderes macht als sein Twitter-Gefolge zu lesen. Ich meine, ich folge derzeit neun Leuten und da ist manchmal schon eine Menge Müll passiert und getwittert worden, wenn ich mal ein paar Stunden nicht drauf schaue. Wenn man jetzt der hundertfachen Menge folgt… wie soll das gehen? Oder gibt es dann Einstellungen wie followen aber die Tweets nicht anzeigen, womit wir zurück zum Linktauschscheiß kommen?!

Das ist das Tolle am Internet. Hier gelten oftmals die selben Regeln wie in der Realität. Allen voran die Reziprozitätsregel. Sei es beim Verlinken, Twittern, Lesen oder Kommentieren. Und wenn man nicht mitspielt, wird man ganz schnell rausgelinkt, entfollowt, nicht gelesen oder bekommt keine Kommentare mehr. Zumindest gibt es genug, die das so handhaben. Wie du mir, so ich dir.

Egomanische Kinderkacke. Wenn ich jemanden verlinken, followen, lesen oder kommentieren möchte, mache ich das. Unabhängig davon, ob er es mir gleich tut. Wer das anders handhabt, dem würde ich glatt Aufmerksamkeitsgehasche unterstellen: “Ich verlinke dich und du mich nicht *uäh* Dann verlinke ich dich eben auch nicht mehr.” Kindergarten.

Entweder man verlinkt, followt, liest und kommentiert, weil man das möchte – oder lässt es bleiben. Nur mit der Erwartung ranzugehen, der andere würde es einem einfach so gleich tun. Vergesst es. Zumindest bei mir.

Mit dieser Einstellung katapultiert man sich zwar ziemlich schnell ins soziale Aus, aber wer sagt, dass es da nicht besser ist als Innen? Und: wenigstens ehrlich. Bei aller phasenweisen Notwendigkeit versuche ich dem Druck der sozialen Erwünschtheit so wenig wie möglich nachzugeben. Nur weil mich jemand verlinkt, followt, liest und kommentiert, muss ich es ihm nicht gleich tun. Kann ich, muss ich aber nicht. Darüber entscheidet allerdings mehr als die Reziprozitätsregel. Und wer darüber anders denkt, kann mich jetzt gerne entlinken, entfollowen, nicht mehr lesen und kommentieren. Kann, muss aber nicht. Mir egal.

Nur weil mich jemand mag, mag ich ihn nicht automatisch auch. Möglich, aber nicht per se. Wenn das Leben mal so einfach wäre *lach*

Robby, Underdog

  1. Wer Ironie fängt, darf sie behalten. []

Ähnliche Beiträge

5 Responses to “Following 1000”

  1. on 23 Jul 2009 at 14:57 Sven E.

    Danke.

    Nur weil ich jemandem folge, jemanden adde oder verlinke, heißt das noch lange nicht, dass ich ihn oder seine Artikel oder Tweets nicht lese, mag und respektiere. Ebenso bedeutet es, wenn ich jemanden lese, nicht, dass ich in mag.

    Wenn jemand in meinem Feedreader oder in meiner Zeitleiste nicht auftaucht, heißt das nicht, dass ich seine Einträge nicht lese. Es bedeutet lediglich, dass er in meinem täglichen Stream nicht auftaucht und manchmal nicht einmal das. Wenn wer in meinem Feedreader oder meiner Zeitleiste auftaucht, ist das auch noch lange keine Garantie dafür, dass ich alles von ihm lese.

    Ich behalte mir selbstverständlich vor eine Freundschaft-Einladung im StudiVZ auszuschlagen, wenn ich denjenigen nur zufällig auf einer Party getroffen und wir ein paar Worte gewechselt haben. Ein Gespräch macht einen nicht zu meinem Bekannten, geschweige denn zu meinem Freund.

    Meine Blogroll ist bewusst nur auf 10 Leute beschränkt und bei Twitter habe ich zwar kürzlich meine Grenze von 25 Verfolgten auf maximal 50 erhöht, aber wenn ich jemanden in die beiden Listen aufnehme, heißt das in der Blogroll immer und bei Twitter meistens, dass ich jemand anderen rausgeworfen habe. Einfach, weil ich eine begrenzte Aufnahme-Kapazität pro Tag habe. (Im Sinne von) Man kann nicht alles lesen.

  2. on 23 Jul 2009 at 15:07 Sven E.

    Im ersten Absatz fehlen zwei “nicht”. Herrje.

  3. on 23 Jul 2009 at 15:13 Robby

    Im ersten Absatz fehlt ein nicht, oder?! Sonst verstünde ich es nicht ganz/macht es keinen Sinn.

    Ja, mit studivz-Einladungen ist das so eine Sache. Vorhin erst wieder eine wildfremde Einladung bekommen. Das sind die tollsten. Die, die dich adden wollen um dich “kennenzulernen” und als Nachricht nur ein “Wie geht’s?” zustande bringen.
    Was Wortwechsel-Einladungen anbetrifft, hängt es wohl davon ab, ob man in Zukunft noch etwas mit der Person zu tun haben mag oder es sich nur um Geplänkel handelte. Aber ja, nur weil jemand eine Einladung stellt, nimmt man nicht automatisch an.

    Blogroll und wen man liest. Ich finde, es ist mehr ein Problem des mangelnden Angebots als einer begrenzten Aufnahmekapazität. Bin für Empfehlungen immer offen. Wobei Empfehlungen ja auch so eine Sache sind, am besten stolpert man drüber.

    [Das mit den Nichts hat sich laut E-Mail-Benachrichtigung wohl geklärt :D ]

  4. on 27 Jul 2009 at 11:04 Schaf

    Kann nicht für Twitter sprechen, aber an sich ist mir dieses Problem auch bekannt. Du hast vollkommen recht. Aber es ist dennoch so, dass man sich selbst auch oft Aufmerksamkeit, Mitgefühl oder sonst was wünscht. Wenn man seine Zeit investiert bei den anderen mitzulesen und es kommt andersrum nichts zurück, ist das schon manchmal niederschmetternd.
    Aber wenn dieser andere Mensch eben interessant schreibt etc. dann kann man auch darüber oft hinwegsehen.

  5. on 27 Jul 2009 at 20:00 Robby

    Ja klar. Die Frage lautet nur: Was ist der Primärmotivator? Sowohl was das Schreiben als auch Kommentieren bei anderen betrifft. Möchte ich etwas ausdrücken, “unabhängig” davon, ob es Resonanz findet, oder möchte ich dadurch nur Aufmerksamkeit gewinnen. Sprich lese und kommentiere ich andere nur, damit diese mich auch lesen und kommentieren, oder mache ich es einfach so. Quasi der Unterschied ob intrinsischer oder extrinsischer Motivation.


Deprecated: Function set_magic_quotes_runtime() is deprecated in /www/htdocs/w006740d/blog/counter/counter.php on line 61

Deprecated: mysql_escape_string(): This function is deprecated; use mysql_real_escape_string() instead. in /www/htdocs/w006740d/blog/counter/includes/mysql.class.php on line 165

Deprecated: mysql_escape_string(): This function is deprecated; use mysql_real_escape_string() instead. in /www/htdocs/w006740d/blog/counter/includes/mysql.class.php on line 165

Deprecated: mysql_escape_string(): This function is deprecated; use mysql_real_escape_string() instead. in /www/htdocs/w006740d/blog/counter/includes/mysql.class.php on line 165

Deprecated: mysql_escape_string(): This function is deprecated; use mysql_real_escape_string() instead. in /www/htdocs/w006740d/blog/counter/includes/mysql.class.php on line 165

Deprecated: mysql_escape_string(): This function is deprecated; use mysql_real_escape_string() instead. in /www/htdocs/w006740d/blog/counter/includes/mysql.class.php on line 165

Deprecated: Function set_magic_quotes_runtime() is deprecated in /www/htdocs/w006740d/blog/counter/counter.php on line 1795

kostenloser Counter

Creative Commons License Amazon Partnerprogramm