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Eigentlich sollten es ja zwei Einträge werden. Dummerweise haben zeitgebundene Geschichten und Überlegungen eine kürzere Halbwertszeit als… Radon. Anyway, hier zwei kurze Informations-Erinnerungswürfe in die Nacht, würde mir morgen früh abermals die Motivation dazu fehlen.

Ungeschrieben ins Impressum
Letzte Woche Dienstag, Akrützel, Chefredakteurswahl. Nachdem ich bei bisherigen Impressumsaufnahmen unberücksichtigt blieb und auch bleiben wollte, da ich ab Oktober für ein halbes Jahr in Göttingen bin und nicht für weniger als eine Hand voll verbleibender Ausgaben im Impressum abgedruckt werden wollte, nur um anschließend wieder rausgeschmissen zu werden, wurde ich in der letzten Sitzung des letzten Semesters doch noch in die Reihen der verzeichneten Autoren aufgenommen. Grund dafür: Chefredakteurswahl. Denn nur Impressumsmitglieder dürfen mitwählen und scheinbar lag dem mittlerweile abgelöst werdenen Chef-Red einiges daran, dass ich meine Stimme auch wahlberechtigt einbringen kann. Anders kann ich mir die Aufnahme trotz meines Einwands nicht erklären. Aber mein Gott, wenn er unbedingt will. Also war ich nicht nur Meinungsgeber an dem Abend, sondern Mitwähler.

Interessantes Prozedere. Die Unterschiede zwischen internen und externen Bewerbern, Unsicherheit und “Wohlfühlbonus” und die gemeinsame Tendenz sozial erwünschter Antworten. Man könnte es fast als eine Farce bezeichnen. Die eine scheint zu sagen, was die Jury hören will. Vergleichsweise unsicher und vorsichtig vortastend. Verständlicherweise. Der andere weiß was die Anwesenden hören wollen, was die Aussagen aber in meinen Augen nicht authentischer gemacht hat. Im Gegenteil. Zu künstlich, überlegt, bedacht. Sogesehen kann man sich solche Veranstaltungen – auch in anderen Kontexten – wohl sparen. Entweder man spricht offen, ehrlich und frei, oder lässt es bleiben. Immerhin ist es ein Vor- und kein Verstellungsgespräch. Und selbst wenn man sich sich bei ersterem in der Regel in das beste Licht rückt, kann man dies dennoch ehrlich und natürlich machen. Oder sollte zumindest dafür sorgen, dass es so wirkt.

Aber wieder ein Abend rumgekriegt. Scheinbar brauchen wir Menschen das. Viel Luft um nichts. Mitbestimmung, Entscheidungsgewalt und Schicksalswegleger. Nach den Referenzen hätten es wohl beide gut machen können, wenn auch auf andere Weise. Das Werfen einer Münze hätte es auch getan. Hätte die Wahl vereinfacht und das Entscheidungsdilemma erspart. Wichtigkeit, Relevanz und Wertigkeit verschiedener Kriterien und so.

Party-Draisine
Am Sonntag war ich in größerer Runde mit der Erlebnis-Draisine unterwegs. Unchristliche Aufstehzeiten und passend zur Abfahrt um zehn wurden vom Veranstalter die Schotten geöffnet. Also gelbe-Säcke-Ponchos gekauft und, schon halb durchnässt, übergezogen. Kann man von Glück reden, dass das keine Ganzkörperkondome waren.

Entsprechend wenig Spaß machte die morgendliche Schinderei. Zumal es keine Hebeldraisine war, wie man sie aus alten Westernstreifen kennt, sondern eine Tretdraisine. Fitnessstudio auf Schienen. Entsprechend kräftig durfte man in die Pedalen treten.
Viel mehr gab es auch gar nicht zu tun. Es gab ein Paar Tunnel, in denen aber unser Wagenlicht leider funktionierte und sonst vereinfacht gesagt nur eins: Grün. Aus unserem kleinen Off-Road-Trip abseits der eingleisigen Spur wurde leider nichts.

Am Wendepunkt angekommen wurde das Wetter besser, wir entledigten uns unser durchsichtig-gelben Hüllen und mangels Handbremse (Autoversion) fixierte ich die Handbremse (Fahrradversion) mittels Band meiner Digitalkamera am Griff. Mac Gyver-Style. Wer da nähere Infos und sich ein Bild machen möchte, fragt bitte nach Bildmaterial.

Positiv hervorzuheben ist hier der Wagen vor uns. Je zwei Damen und Herren im besten Alter, mit denen wir latent in Kontakt kamen, die auf Anfrage Fotos von unserer Gruppe machten und von denen sich eine Dame als echte Berühmtheit herausstellte. Wenn auch nicht in unserer Zielgruppe.
Dabei handelte es sich um niemand geringeren als Claudia Look-Hirnschal, Moderatorin des mdr-Garten. Wer kennt sie nicht? Begeistert und mit großen Augen liefen vor allem die Frauen jenseits der 30 und 70 an ihrem Gefährt vorbei. Und nutzten die Chance für ein gemeinsames Foto.

Warum die Frau jetzt so erwähnswert ist? Sie machte einen verdammt sympathischen, man könnte fast sagen spitzbübischen Eindruck. Das Erkanntwerden nahm sie gelassen, mit Humor und einer Prise Selbstironie. Immerhin machten auch wir unsere Späße. Der beste – leider nicht von mir, aber absolut genial – war wohl “Ich wusste gar nicht, dass Promis auch solche ganz normalen Sachen machen.” *lach* Und das war nicht der einzige. Frau Look-Hirnschal samt Begleitung nahm das aber total gelassen und… positiv auf. Zumindest las ich das in ihrem spitzbübisch-wohlwollendem Augenzwinkern. Allgemein sehr toller non-verbaler Ausdruck, der enorm viel gesagt hat. Kurzum gesagt war es eine sehr angenehme Begegnung am Rande der Zugstrecke. Hätte man gar nicht erwartet, von Leuten, die beim mdr arbeiten.1

Im Gegensatz zur “Hochfahrt” war die Rückfahrt bombastisch. Rollen lassen. Den Berg hinunter sausen und sich vom Fahrtwind die Frisur zerschneiden zu lassen. Fast jeder Tritt in die Pedalen ging ins Leere. Dummerweise hatten wir einen Gewichtskoloss, so dass wir trotz Maximalgeschwindigkeit eine kleine Schlange hinter uns versammelten. Aber auch das war lustig. So wurde die Omi-Draisine dann doch noch zur namensgebenden Erlebnis-Draisine.
Solltet ihr jemals so etwas machen: Sorgt dafür, dass die anderen hin und ihr zurück fahrt ;) 2

Soweit auch hier ein kurzer und prägnanter3 Erlebnisbericht. Pünktlich zum nächsten Starttermin fing es dann übrigens wieder zu regnen an. Die hatten mit Sicherheit einen Regelknopf.

Robby, weiter als erwartet

  1. *duck und wegrenn* :D []
  2. Jedenfalls ihr bergab und nicht bergauf. Geschwindigkeit! *wusch* []
  3. *hust* []

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3 Responses to “Rückwurf (Akrützel & Party-Draisine)”

  1. on 27 Jul 2009 at 10:59 Schaf

    Nichts gegen den MDR. Hab schon (zwei) sympathische Menschen getroffen, die dort arbeiten.

  2. on 27 Jul 2009 at 19:55 Robby

    Nö, sag ja auch nichts gegen. Aber dafür, dass es eigentlich’n “Mutti-Sender” ist… :D *duckundwegrenn*

  3. on 31 Jul 2009 at 16:32 Stefan

    Also weiss nicht mdr ist nicht so meins aber na ja ….
    jedem das seine !!! ;-)


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