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Da MiM es hier in den Kommentaren gerade ansprach: Man mag von meiner Einstellung halten, was man mag – meinetwegen auch nichts -, aber ich finde es absolut lächerlich per Twitter auf neue Blogeinträge hinzuweisen *lach*

Ich versuche das Ganze jetzt mal zu persiflieren. Am besten ginge das natürlich in Echtzeitumsetzung, aber das würde wohl den Bogen überspannen und nicht von langer Dauer sein.

12:28: Auf dem Blog wird ein neuer Eintrag veröffentlicht.
12:29: Twitter: NEW BLOG POST “Titel” – [Link auf Blog]
12:29:Twitter: Eben über meinen neuen Blogeintrag getwittert – [Link auf Tweet]
12:35: Auf dem Blog wird ein neuer Eintrag veröffentlicht. “Habe gerade darüber getwittert [Link] wie ich über meinen Blogeintrag zuvor [Link] getwittert habe [Link]. Genial!”
12:36: Twitter: NEW BLOG POST “Wie ich darüber blogge, dass ich über das Twittern meines neuen Blogposts twitte…1
12:36: Scheiß Zeichenbegrenzung. Wollte gerade twittern, wie ich darüber blogge, dass ich gerade…

Nun schrieb MiM gerade über die daraus resultierenden Zugriffsraten. Und gerade das ist es ja, was mich stört. Nicht die Zugriffsraten, aber dieses Aufmerksamkeitsgekasche :D

Nichts gegen dich, MiM. Das betrifft von meiner Seite aus alle, die das so handhaben. Habt ihr Angst, dass eure Blogeinträge niemand liest, ihr zu wenig Leser und Aufmerksamkeit bekommt? Was bringt es fünf, zehn, zwanzig oder meinetwegen auch einhundert Leser – oder in erster Linie erst einmal Besucher und Hits – zu haben? Jeder, der sich für euch, euer Geschreibe und eure Meinung interessiert, hat euch entweder im Feedreader oder besucht euch regelmäßig. Und zumindest für mich geht die Welt nicht unter, wenn ich Blogeinträge nicht gleich fünf Sekunden nach der Veröffentlichung per Twitter-Verweis lese. Oder meine nicht sofort gelesen werden.

Was bringt das Gelesen werden? Ehrlich gesagt nichts. Man kann sich – wenn man möchte – einen auf seine Besucherzahlen drauf runterholen. Könnte selbst ich, hat sich meine Besucherzahl in letzter Zeit nahezu verdoppelt.2

Leser bringen’s nicht. Bevor jetzt der innerliche Aufschrei erklingt: Es ist anders gemeint, als der Großteil es womöglich versteht. Nur habe ich im Endeffekt nichts davon, ob mich 60, 600 oder 6000 Leute am Tag lesen.

Was zählt, sind genau zwei Dinge: Feedback und Überzeugung.
Der Mensch braucht Resonanz, selbst wenn sie aus Dissonanz besteht. Zumindest sehe ich darin mehr Entwicklungspotential als in einer steigenden Leserschaft. Was nützt der beste Blogeintrag, wenn er ungehört verhallt? Was bringen die schlechtesten Einträge, wenn man nicht offen dafür kritisiert wird und die Chance hat es besser zu machen. Und kommt mir jetzt bitte nicht mit Fluktuation der Leserzahlen, Hinzufügen oder Entfernen aus Blogrolls oder ähnlichem Spaß. Solche Handlungen bieten nahezu keinerlei Erklärung, außer spekulativer Korrelationen. Muss man ja auch nicht haben. Mir sind wenige Leser mit geistreichen oder zumindest Anmerkungen, Diskussionspunkten und Verbesserungsvorschlägen tausend mal lieber als eine tausendfache Anzahl an Klickvieh, wie wir es auf der Bloggerwanderung vor zwei Jahren nannten.

Aber das liegt wohl daran, warum, was und wozu ich blogge. Was zum zweiten Punkt Überzeugung führt. Ich blogge das, was ich für richtig halte. Ungeachtet der Frage, ob es richtig ist oder nicht. Ich blogge, was ich denke, sehe, fühle, träume. Nicht immer authentisch, aber zumindest mit dem Streben nach Stimmigkeit. Klar fände ich es schöner ein größeres Publikum zu erreichen und im Idealfall förderlich zu beeinflussen. Aber darum geht es nicht. Nicht primär. Es geht um mich.

Und so schließt sich der Kreis. Ich habe es nicht “nötig” per New Blog Post-Tweets Aufmerksamkeit und Leser zu erhaschen. Die kommen von ganz allein – Suchen und Finden -, oder eben nicht. Besucherzahlen zählen nicht. Reaktionen tun es.

Robby, Überzeugungstäter

Und nein, der Eintrag dient nicht dazu Reaktionen zu provozieren. Zumindest soll sich aufgrund dessen niemand genötigt fühlen in irgendeiner Form zu reagieren. Rechtfertigungen, Anschuldigungen oder Gegenargumentationen sind ebenso wenig nötig. Es ist okay. Ihr twittert mitunter eure neuen Blogposts, ich tue es nicht. Das ist in Ordnung. Das ist nicht besser oder schlechter, sondern einfach nur anders. Wie meine Meinung, Einstellung, Motivation, Gründe und Zwecke. Wer mag, der kann. Punkt.
Und ja, ich bin vom eigentlichen Thema abgedriftet. Ich finde das gut.

  1. Damn, ich habe keinen Titel mit mehr als 140 Zeichen hingekriegt… man sind 140 Zeichen viel. []
  2. Von 30 auf 60 pro Tag. []

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5 Responses to “New Tweet – New Blog Post”

  1. on 24 Jul 2009 at 13:58 MiM

    Die Frage ist dann, welche einzelnen Intensionen ein jeder hat, warum es er eine höhere Reichweite haben möchte oder auch nicht.

    Ich habe aus dem Bekanntheitsgrad meines Blogs bereits eine, sagen wir, für mich sehr angenehme Erfahrungen raus gezogen. Und genau dafür war es dann auch gut.

    Aber das ist ja auch bei jedem unterschiedlich. Muss ja niemand mitmachen.

  2. [...] man den vorangegangen Blogeintrag von dieser Seite, wird es besonders spannend. Nicht vergessen: Es geht nicht um euch, es geht um [...]

  3. on 24 Jul 2009 at 14:14 Robby

    Das ist natürlich korrekt, MiM. Aus diesem Grund habe ich obigen Beitrag gleich mal selbst analysiert und dahinter geschaut.

    Hmm, heißt das, der Grund oder Zweck entstand erst aus dem Erreichen der Ziele oder waren diese von Anfang an intendiert?

  4. [...] Oku: Vom Leben gebloggt… » Blog Archive » New Tweet – New Blog Post Tags: ber-das, dass-ich, gerade-twittern, ich-dar, meines-neuen, schei, twitter, twittern, [...]

  5. on 26 Jul 2009 at 15:06 MiM

    Also die Reihenfolge ist die:

    - neues Tool bzw. Spielzeug
    - alleine gesehen, nicht wirklich brauchbar
    - viele nutzen es
    - wenn viele es nutzen, dann ist es erfolgreich
    - wie kann ich es nutzen um es erfolgreich einzubinden

    Zack… und schon wusste ich, sprich darüber Leute an und hole sie auf deinen Blog.


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