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Mal wieder eine dieser unendliche Reise-Geschichten mit der Deutschen Bahn, die heute wirklich grandios ihre Inkompetenz unter Beweis gestellt hat. Aber beginnen wir am Anfang.

Nach einigermaßen erfolgreicher Prüfung, absolut erfolgreicher Rückmeldung und Mittagessen samt anschließender Unterhaltung mit einem guten Freund wollte ich 15:36 den Zug zurück nach Erfurt nehmen. Dreißig Minuten Verspätung. Soweit kein Problem, hatte ich doch gute Unterhaltung anbei.

Wir saßen abseits im Schatten, als sich in unserem Blickfeld eine Menschentraube auf dem Bahnhofsvorplatz, wenn man ihn so nennen mag, bildete. “Vermutlich Schienenersatzverkehr”, sagte ich. War auch so, ein Bus fuhr ein, sammelte Leute auf und verschloss seine Türen bevor ich eintreten konnte. Ein zweiter Bus war nicht in Aussicht, also hieß es warten, nunmehr alleine.

Solche Situationen sind sozialpsychologisch gesehen eigentlich immer unheimlich spannend und interessant. Und wie die Male zuvor ärgerte ich mich, “Werwolf” nicht im Gepäck zu haben. Langweilen tun sich in solchen Momenten die meisten, etwas tun und unterhalten maximal die, die sich kennen. Außer, es kommt irgendwie zufällig ins Rollen. Eine klare Ansage sich die Zeit mit einem interessanten Spiel zu vertreiben wäre ein unverbindliches Angebot, das wohl einige dankend annehmen würden.

Die Zeit verging auch so, der Bus kam wieder, die Überfüllungsgeschichte begann ein zweites Mal. Ich hatte meinen Sitzplatz und das übliche Smalltalkgeplänkel, das man hier – im Vergleich zum Bahnhofsvorplatz – viel leichter und unkomplizierter führen konnte.

17:30 – Ankunft in Großschwabhausen, wütete der Brand doch nur zwischen Jena und diesem kleinen, verträumten Ort. Von hier sollte die Reise per Zug weitergehen. Sollte. Kurz nach uns traf überraschenderweise Bus #2 ein. Insofern relativ egal, als dass a) keine Weiterreisemöglichkeit bestand, als auch b) der Brand mittlerweile gelöscht war. Will heißen: Business as usual und Verfahren nach üblichem Fahrplan.

Wer die Strecke Jena-Erfurt kennt, weiß, was das bedeutete: Regionalexpress – *wusch*, ein zweiter, unplanmäßiger Regionalexpress – *wusch*. Leerfahrten, während am Großschwabhausener Bahnhof einhundert bis zweihundert Menschen auf ihre Weiterfahrt warteten. Nachdem sie von der Deutschen Bahn aus Jena weggekarrt wurden. Ist ja auch Ding der Unmöglichkeit einen RE dort zwei Minuten halten zu lassen, um die Leute von dort wieder wegzubekommen.

So wurde wenigstens ein latent gruppales Gesprächsthema geschaffen, verhaltene Unterhaltungen beziehungsweise Kommentare entstanden, womit zumindest keine Friedhofsstille aufkam. Klar entstanden keine Face-to-Face-Unterhaltungen, aber es war zumindest ein Grad an (verbaler) Kommunikation vorhanden. Angefangen von Schimpfe über die Fehlkoordination der Deutschen Bahn über Sozialexperimente und die Entfachung eines neuen Böschungsbrandes bis hin zu Revivalideen dieses Events. Gewürzt mit ein bisschen Humor über sich selbst, die Deutsche Bahn und Großschwabhausen1 hat das die Wartezeit verhältnismäßig erträglich gemacht.2

Die in Großschwabhausen regulär haltende Regionalbahn kam dann auch mit Verspätung, dafür aber immerhin zwei Wagen. Erleichtertes, wenn auch wie zuvor bei den Bussen drängendes, Einsteigen und damit gleichzeitig die Auflösung der bestehenden Gruppe. Auch interessant zu beobachten. Problem gelöst – *wusch*

Nach dem geplanten Start um 15:36 kam ich schlussendlich 19:15 in Erfurt an. Ganz großes Kino, aber wie meinte ich schon bei der Unterhaltung im Bus: Man hat wenigstens etwas zu erzählen. Wobei das Erlebnis wohl weitaus spektakulärer war, als der Bericht. Und selbst das nur, weil man es dazu gemacht hat, zu einem Spektakel.

Ach ja, meinen Charlie Brown-Button verloren. So ein Scheiß…3

Robby, erschöpft

  1. Das ganze Dorf am Bahnhof versammelt und so *lach* []
  2. Neben Seitenblicken auf das ein oder andere attraktive Mädel. []
  3. Wenigstens kamen dieses Mal alle Twitter-SMS an *cheer* []

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One Response to “ICE-Knotenpunkt Großschwabhausen”

  1. [...] weiterlesen [...]


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