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Symbolsprache

Ich bin ja kein Freund großer Worte. Zumindest, wenn es wirklich darum geht etwas zu sagen. Die gesprochene Sprache ist verdammt fehleranfällig, selbst die eigene. Es ist eine Übereinkunft, ein Abkommen Dinge so zu benennen, wie wir sie benennen. Etwas, was wir von Generation zu Generation weitervererben.

Blau ist aber nicht gleich blau. Je nach Sozialisierungshintergrund, Wahrnehmung und Fähigkeit der Farbdifferenzierung ist das Blau des Einen schon das Grün des Anderen, während es für einen weiteren türkis ist. Und für Kenner gibt es mit Sicherheit noch eine ganze Palette an Facetten und Nuancen dazwischen. Feinheiten. Feinheiten, die den Unterschied machen. Winzige Abweichungen, die aus einer Übereinkunft total Unverständnis machen können.

Sprache ist Fehler, wenn auch mitunter ein göttliches Spielzeug. Nur sieht dieses wohl für jeden anders aus. Weitaus fehlerfreier ist die non-verbale Kommunikation. Natürlich gibt es auch hier Komplexitätsgrade, die bei fehlender Feinabstimmung zu gehörigen Missverständnissen führen können, aber zumindest die Grundlagen sind überall auf der Welt gleich. Pre-wired. Und selbst der Ausdruck von Stolz liegt scheinbar in unserer Natur1. Wenn du etwas sagen willst, sag es in Bildern. Was wiederum auch auf die Sprache zutrifft, gibt es doch nichts verständlicheres als Metaphern: bildhafte Vergleiche.

Vielleicht ist es treffender, das gesprochene Sprache einfach nur stört. Zumindest im Idealfall. Dann bedarf es keiner Worte, sondern braucht lediglich ein paar Blicke. Non-verbale Kommunikation par excellence, ein Maximum an Verständnis und einfach nur atemberaubend. Als Quasi-Einheit zu funktionieren, zu wissen, was der andere denkt und fühlt. Ich möchte nicht sagen, es ist unbeschreiblich, aber hochgradig selten Personen zu finden, mit denen man im Einklang steht. Ich würde sagen, man erkennt einander. Man muss nicht drüber reden, man spürt und weiß es einfach.

Und das ist einfach großartig, auch wenn hier wider meines Vorhabens wieder nur Blabla steht. Vielleicht hätte ich ein Bild malen sollen, das für sich spricht. Im Kopf ist es, für das Papier bin ich zu unfähig und mit Worten ist es noch weniger zu malen. Es ist der visuelle Ausdruck eines Gefühls. Ein Symbol.

Robby, hätte die Worte mal Worte sein lassen sollen

  1. Psychologie Heute, Ausgabe September 2009 []

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