Feed on
Posts
Comments

Meister (s)eines Faches

Möchte man sein Leben so führen, wie man es mag, muss man wohl zu den Besten seines Faches gehören. Zumindest, wenn man nach einer gewissen Selbstentfaltung strebt und einen der Zwang der Arbeit anwidert. Wenn man Freiheit, Autonomie und sich etwas herausnehmen können möchte, wozu manchmal schon ein “Nein.” zählen kann, muss man ein rares Gut beziehungsweise eine außerordentliche Befähigung besitzen.

Das zu erreichen ist insofern kompliziert, da durch den Grad der Spezialisierung eine immer stärkere Verästelung und/oder Qualifikation notwendig wird. Wenn man dann kein Freund vom zwanghaften “Höher, schneller, weiter.” ist, muss man wohl schon fast Angst haben, nicht mehr an den Platz zu kommen, an dem man glücklich, im Sinne von erfüllt werden kann. Ich habe keine Lust, mir nur um des besser werden willens1 unzählige Bücher zu Empathie, Kommunikation, Manipulation und dergleichen durchzulesen. Das wäre korrumpierend. Stellt sich die Frage, ob intrinsische Motivation, Feeling und vor allem Leidenschaft eine derartige Mehrinvestition anderer auszugleichen weiß. Ich hoffe ja ehrlich gesagt, dass das der Fall ist, aber die Angst, dass dem nicht so sei…

Vielleicht sollte ich doch als Callboy Escort-Service anfangen *lach* Respektvoller Umgang mit Frauen scheint heutzutage ja eine Seltenheit zu sein. Stilvoller Umgang, intelligente Gespräche und ungeteilte Aufmerksamkeit, das könnte ich schon bieten. Den Nachtisch mit dem Sex würde ich allerdings ausklammern, zumal man Frauen auf so unendlich viel mehr Weisen befriedigen kann.2

Robby, . . .

  1. Im Sinne von “mit der möglichen Konkurrenz mithalten”. []
  2. Und ich für kein Geld der Welt wohl mit jeder schlafen würde. Man könnte sagen “Dumm.”, aber meine Prinzipien sind nicht endlos flexibel. []

Ähnliche Beiträge

7 Responses to “Meister (s)eines Faches”

  1. on 27 Okt 2009 at 18:41 Schaf

    Interessanter Gedankengang… ich träume ja auch immer noch davon mir eines Tages keine Gedanken über Geld und Umsatz zu machen, sondern einfach etwas Erfüllendes zu machen.

  2. on 27 Okt 2009 at 19:22 M.i.M.

    Wenn man das, was man tut, gerne und mit Leidenschaft macht, dann wird man automatisch zu einem Meister seines Faches.

    Und damit kommt auch die Autonomie.

  3. on 27 Okt 2009 at 20:47 Robby

    @Schaf: Geht ja darum, dass das Hand in Hand geht und “zum Leben reicht”.
    @MiM: Solange dann die Meisterschaft dann noch nach außen tragen kann und sie (an-)erkannt wird :) Ich bin der Hinsicht wohl nur zu “ängstlich”/ungeduldig…

  4. on 27 Okt 2009 at 21:01 M.i.M.

    Eher ungeduldig… und genau auf die Tugend kommt es an. Wenn Du schnell sein willst, dann gehe langsam. An dem Spruch ist etwas wahres dran.

  5. on 27 Okt 2009 at 21:13 Robby

    Ich weiß. Das gilt es für mich (u.a.) zu lernen. Das Beherrschen und Kontrollieren des Feuers, lenken und kanalisieren, mir Zeit zu geben… ich meine, ich bin 22 und will teilweise schon das Niveau von Mitte Dreißigjährigen.

  6. on 27 Okt 2009 at 21:16 M.i.M.

    Vom Wissen her kann das gut sein, aber die Erfahrung kommt nun mal erst mit dem Alter. Und Erfahrungen machen, ist das tollste auf Weg dahin.

  7. on 27 Okt 2009 at 21:27 Robby

    Weiß ich doch alles :) Ich muss da eben meinen Anspruch an mich selbst zügeln. Wobei Alter ja nicht automatisch mit Erfahrung einher geht, aber doch notwendig ist, um welche (mehr) machen zu können. Nun ja, kommen lassen.

kostenloser Counter

Creative Commons License Amazon Partnerprogramm