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Emotionensturm

Im Rahmen des Praktikums1 ist eine neue Frau in mein Leben getreten. Läuft man Tag für Tag unzähligen Unbekannten über den Weg, ist sie eine mit Relevanz. Wann, wie, wo ist eine Geschichte für sich, die vielleicht irgendwann einmal erzählt wird. Wie dem auch sei, die Dame ist – das mag vielleicht unpassend klingen, drückt es aber treffenst aus – der Hammer. Von Tag zu Tag mehr.

Ich bin ja eigentlich ein kühler Typ, wir erinnern uns, 5w4 SX. Sie landet in extremer Form auf meinem Vierer-Flügel, möchten man im Sinne der Typologisierung sprechen. Ihre bloße Präsenz weiß schon aufzuladen. Spannung. Sie fegt durch meine emotionalen Verteidigungslinien, als wären diese überhaupt nicht existent. Bäm, Bäm, Bäm und dann liege ich, man könnte fast willenlos sagen, danieder. Zumindest barrierefrei, wenngleich ich auf Knopfdruck aus dem emotional befangenen Zustand wieder heraus komme. Aber ihn auch zulassen kann.

Nach anfänglichen Positionierungsschwierigkeiten2 konnten wir unsere beziehungstechnischen Vorstellungen und dergleichen erfolgreich abgleichen. Das mag für den ein oder anderen mal wieder befremdlich klingen, ist aber ganz hilfreich. Den persönlichen Status Quo und mögliche Stolperfallen aufzeigen. Wenn der andere dann immer noch mit einem gehen will, ist er im Falle eines Sturzes zwar nicht selbst schuld, aber hat zumindest davon gewusst, sich bewusst dafür entschieden und es in Kauf genommen. Das macht es nicht besser, klärt aber explizit die Frage der Verantwortung, wenngleich diese dadurch nicht automatisch abgegeben ist. Und bitte keine Kommentare von “Das ist einem ja eigentlich schon klar.”. Eigentlich ist mir in derlei Hinsicht zu wenig, daraus kann einem nicht nur ein Strick gedreht werden3, sondern vor allem unerwartet eine Menge Schaden beim Gegenüber (und auch sich selbst) entstehen. Vorher darauf hinzuweisen, um dem anderen die Möglichkeit zu geben eine Entscheidung unter Berücksichtigung maximaler Informationen zu treffen, erachte ich für wichtig. Das mag mitunter überflüssig sein und alles andere als angenehm, aber ich persönlich kläre so etwas lieber vorher ab, mit Inkaufnahme entsprechender Konsequenzen, als später für einen Scherbenhaufen verantwortlich zu sein. Wie auch immer.

Diese Austarierungsphase haben wir jedenfalls erfolgreich gemeistert und ich bin bisher regelrecht begeistert. Wir können absolut offen und ehrlich kommunizieren, was ich insofern erstaunlich finde, als dass meine Gedanken in beziehungstechnischer Hinsicht durchaus gewöhnungsbedürftig und diskussionswürdig sind. Sie kann – so scheint es zumindest – damit umgehen.4 Und das finde ich wirklich toll.

Hinzu kommt, dass sie – so meine bisherige Wahrnehmung – Spiel und Sicherheit miteinander vereint. Ihre schnippische Bissigkeit bis Fiesität auf der einen Seite, die ausstrahlungsstarke und einnehmende Wärme und Zärtlichkeit auf der anderen. Ein dynamischer Balancepunkt, der kontinuierlich gefunden werden muss, aber in ihr vorhanden ist. Großartig.5

Und so befinde ich mich nicht in einem Käfig, sondern in einem Freiluftgehege. Genügend Freiraum, Auslauf und Möglichkeiten, aber dennoch sicher und geschützt. Kein Grund an der (lockeren) Umzäunung zu rütteln, um mit anderen Frauen mitzugehen.

Robby, beziehungstechnisch zufrieden

  1. Im weiteren Sinne. []
  2. There were protected entries. []
  3. Was eigentlich egal ist. []
  4. Es ist ja nun auch nicht so, als hätte ich sonst was für Ansichten und Einstellungen, aber manche Frau würde wohl extremst allergisch reagieren, wenn man auf den Fakt hinweist, dass man mit anderen Frauen schlafen könnte etc. Nicht, um sie zu verletzen, sondern eine weitere glücklich zu machen. Wobei ich ebenso festgestellt habe, dass ich in der Hinsicht wohl doch zu prinzipientreu bin. Zumindest gibt es (derzeit) keinerlei Anlass, andere Personen in körperlicher Art und Weise befriedigen zu wollen. Das geht, sofern von mir gewollt, auch anders und (mir) vollkommen genugtuend. []
  5. Normalerweise polarisiert das Ganze nämlich ziemlich stark in aufregendes Spiel und langweilige Beziehung. Der “Mittelpunkt” aufregende Beziehung hingegen… awesome. []

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2 Responses to “Emotionensturm”

  1. on 28 Okt 2009 at 18:20 Schaf

    Klingt gut :)
    Musst du mir dann morgen genauer erläutern… denke deine Beziehungsvorstellungen haben sich seit 2005 sehr verändert, was?!

  2. on 28 Okt 2009 at 18:29 Robby

    Wenn ich wüsste, wie meine Beziehungsvorstellungen damals ausgesehen hätten?! :ugly: Ich denke, dass vor allem in Reflektion meiner letzten Beziehung meine (derzeitigen) Vorstellungen und Wünsche zu Tage getragen hat. Man erfährt und lernt eben, was einem gut tut, was man will – und auch was eben nicht. Ob und wie man das dann bekommt, ist eine andere Frage. Aber derzeit kann ich mich nicht im Ansatz beklagen :D :)


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