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Nachdem die beiden bisherigen Einträge1 zu dem Film auseinander und mitunter über das Thema hinaus gingen, hier nun der Versuch einer gerahmten Filmanalyse.

“(500) Days of Summer” ist kein Liebesfilm. Nicht nur, weil der Erzähler dies im Prolog erzählt und es kein gemeinsames Happy End der Protagonisten gibt. Es ist die Geschichte von einem Jungen und einem Mädchen. Eine, die ihm das Herz bricht und das Leben kostet.

Summer
Eines dieser verletzten, unschuldig tödlichen Mädchen. Doch alle Unschuld der Welt schützt vor Schuld nicht. Dass sie nur das macht, wozu sie Lust hat, ist vollkommen in Ordnung. Sieht man von der Tatsache ab, dass sie das ohne Rücksicht auf andere macht. Zu Gute halten muss man ihr, dass sie in seiner Tür steht. An dem erbärmlichen Trennungsprozess und ihrem egoistischen Vorgehen danach ändert dies allerdings nichts. Sie mag was für Tom empfunden haben, wahre Liebe sieht allerdings anders aus. Bleibt zu hoffen, dass sie die mit ihrem Dorian Gray gefunden hat. Nur, dass Tom davon nichts hat.

Tom
Einer dieser naiv-idealistischen Trottel, wie wir sie alle mal waren. Eine Frau derart zu vergöttern ist absolut tödlich, zumindest und vor allem dann, wenn sie es im Gegenzug nicht auch tut und/oder es nicht zu schätzen weiß. Er liebt sie wirklich, das wird vor allem am Ende deutlich. Ihr ist das wohl egal, sie dreht sich um und geht.

Dass auf Sommer Herbst folgt, könnte man nun diskutieren. Wenn es ein Liebesfilm wäre. Ist es aber nicht. So ist es das einzig Vernünftige, was er tun kann. Weder waren er und Summer ein wirkliches Liebespaar, noch hat sie ihn verdient. Kein Grund, ihr nachzuhängen, außer die verblendete Überidealisierung ihrer Person. Sie wusste und weiß ihn nicht zu schätzen. Und das ist okay. Bitter für ihn, aber okay.

Im Idealfall hat er gelernt. Dass Frauen nicht alles sind, selbst die tollste nicht. Dass man bei Frauen aufpassen sollte, vor allem bei den tollsten. Dass es wahre Liebe nicht gibt – und das sie, sollte sie doch existieren, verdammt schmerzhaft sein kann. Beflügelnd schön, doch selbige zerreißend, während man in die Höhe steigt.

Das gilt es zu berücksichtigen, wenn man sich auf die tiefe Gefühlswelt einlässt. Etwas, das einem Angst machen kann, wenn man es schon einmal erlebt hat. Vertrauen – das ist wohl das einzige, was hilft. Vielleicht nicht mehr blind, aber doch mit geschlossenen Augen. In der Hoffnung, dass der andere es wenigstens stilvoll zu Ende bringt, sollte es zu Ende gehen. Zwischenmenschlicher Respekt – mehr ist nicht zu erwarten.

Robby, Beziehungsgeschichten

  1. eins, zwei []

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7 Responses to “(500) Days of Summer – Analyseversuch”

  1. on 03 Nov 2009 at 19:40 Schaf

    Der Film hat es dir ja ganz schön angetan :) (Wenn du noch mehr Einträge dazu schreibst, dann guck ich ihn mir womöglich auch noch ein zweites Mal im Kino an :D )

  2. on 03 Nov 2009 at 19:43 Robby

    Nun ja, immerhin sieht er auf den zweiten Blick doch ganz anders aus und beschreibt er doch eine Geschichte, die jeder (vernünftige, liebe, nette, naive usw.) Kerl so oder so ähnlich schon mal erlebt hat. Und so.

  3. on 03 Nov 2009 at 20:15 Schaf

    Oder Dame.

    ["Du kommentierst zu schnell. Immer locker bleiben." HAHA!]

  4. on 03 Nov 2009 at 20:17 Robby

    Nein, Frauen sind alle so wie Summer. Alle. Ausnahmslos!

    :x mas: Nein, natürlich können auch Frauen diese oder ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Hmm, nun ja.

  5. on 03 Nov 2009 at 20:32 Schaf

    Ich habe nichts Gegenteiliges (zu Anmerkung 1) gesagt ;)

  6. on 05 Nov 2009 at 16:41 Friedrich

    Ich bin aber der Meinung, dass das eher die Kerle erleben :-D es gibt doch ncoh zu große Unterschiede zwischen Männer und Frauen ;-)

  7. on 06 Nov 2009 at 11:45 Robby

    Ach, es gibt genug gebrochene Frauen. Das Tragische ist halt, dass die Prinzen kaputt gemacht werden und sich dann die Frauenwelt beschwert, es gäbe keine. Und m.E. nach herrscht eine größere Nachfrage nach Prinzen als nach Prinzessinnen. Metaphorisch gesprochen.


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