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Unaufhaltsam

Mit Schild und Schwert in der Hand steht er am Rande des Schlachtfelds. Die silberne, weiß-golden verzierte Plattenrüstung spiegelt die Strahlen der Sonne. Es ist einer schöner Tag. Ein guter Tag.

Die dunkle Masse, die gestern Abend noch fern am Horizont war, ist nun schon fast in Reichweite. “Ein Verhältnis von vielleicht fünf, sechs zu eins”, denkt er sich, während er links und rechts in seine Reihen blickt. Ruhig und angespannt stehen sie da. Die Unterlegenheit ist allen bewusst, die Gewissheit des Untergangs. Und doch stehen sie, steht er hier, voller Mut und Zuversicht.

Er hält kurz inne und schließt die Augen. Liebe, Glaube, Hoffnung. Die Tugenden eines Paladins. Der Griff seines Schwertes wird härter. Er schlägt die Augen wieder auf. Es ist soweit: der Kampf beginnt. Mit göttlicher Entschlossenheit und erhobenem Schild prescht er voran.

Er prallt auf die feindliche Frontlinie, schlägt eine Schneise und zieht das Feuer auf sich. Streich umd Streich fällt er die Gegner, pariert Angriffe, blockt Schläge mit dem Schild und schmettert die Feinde anschließend nieder. Wie der Tanz des Todes wirbelt er um sich herum, der Fels in der Brandung.

Die Angriffe nehmen kein Ende. Als wäre er das Zentrum eines Gewitters, prasseln die Schläge wie Regentropfen auf ihm ein. Er verliert sein Schwert, wird stärker und stärker bedrängt. Voller Inbrunst hämmert er mit seinem Schild auf die Feinde, stößt sie zurück. Mit einem machtvollen Wurf verschafft er sich Platz. Mit seinen bloßen, metallenen Fäusten stellt er sich dem Kreis des Todes entgegen, entwaffnet und tötet erst einen, dann einen zweiten. Mit all seiner letzten Kraft lässt er die beiden Klingen um sich fahren.

Der Kampf ist vorbei, der Feind zurückgeschlagen. Erschöpft und schwer atmend steht er inmitten eines Sees aus Blut und ausgehauchter Leben. Seine strahlende Rüstung ist eingedellt und blutverschmiert. Die Schmerzen dringen in seinen Körper. Über den Tag hat sich der Nebel des Krieges gelegt. Er fällt auf die Knie, rammt seine beiden Schwerter in den Boden um sich daran festzuhalten.

“Ist es das wirklich wert?”, fragt er sich. “Wen willst du damit beeindrucken? Was damit erreichen?”. Er schüttelt den Kopf. Mühsam steht er auf, dreht sich um, lässt seine Waffen fallen und geht langsam zurück. An den Rand des Schlachtfelds.

Robby, gefallen

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