Reden wir über Sex
21. Juli 2010 von Robby
Miteinander zu reden und Sex haben unheimlich viel miteinander gemein. Zumindest dann, wenn man es “richtig” anstellen will. Aufmerksamkeit ist der Schlüssel. Darauf zu achten, was der andere einem mitteilt. Sich darauf einzustellen, seine weitere Vorgehensweise daran anzupassen und das Gespräch zum Erfolg führen.
Männer haben es da meistens weit schwieriger. Während es für Frauen meist reicht einfach drauf loszuquatschen, müssen wir Männer in jeder Sekunde auf unsere Worte acht geben, in Sekundenbruchteilen durch Nadelöhre schlüpfen, uns auf den Kopf stellen und bei jeder Konversation die Knöpfe in einer anderen Reihenfolge drücken. Wobei es auch da mit Sicherheit Ausnahmen gibt und ebenso unter uns Individuen gibt, die tiefgründige Gespräche bevorzugen.1
Mein Chef meinte mal: “Wenn du wissen willst wie zwei ihre Beziehung führen, schau an, wie sie miteinander schlafen.”2 Ich möchte jetzt nicht sagen “Das stimmt.”, aber es ist mindestens etwas dran. Ich meine es finden sich die selben Muster wie auch sonst wieder. Deswegen wird aus einem Macho-Arschloch im Bett nur sehr schwer ein Schmusebär, aus einer lieben Mutti als Partnerin keine geile Schlampe und der Traumprinz wird auch nur schwerlich zum sich einfach nehmenden Stecher mutieren. Nicht, dass es unmöglich wäre, aber herausfordernd. Und wie überall gilt wohl auch hier das Streben nach Balance.
Oh, das Wissen ob dieser Muster erlaubt so viel Erkenntnisgewinn.
Es soll ja auch einen Zusammenhang zwischen Tanzen und Sex geben. Habe ich schon gesagt, dass ich beim Tanzen viel Spaß habe
3
Robby, Glow!
- Oh ja, ich liebe es so subtil, mehrdeutig verrucht über Sex zu reden *cheer* [↩]
- Umgekehrt ließe sich ja anhand der Interaktion dann auf mögliche Begegnungen auf sexueller Ebene schließen. [↩]
- Wie das aussieht und ob man das überhaupt tanzen nennen kann, ist noch mal eine andere Sache. Aber solange man den Spaß rüberbringen kann
[↩]

Und auch hier hat wieder die nonverbale Kommunikation einen hohen Stellenwert
Zumindest macht es das Verstehen dieser einfacher, ja. Hach, großartig. Ich gerate fast schon wieder ins Schwärmen *lach*
Lange nichts voneinander gelesen
aber ein sehr unterhaltsamer Artikel
Man beachte die tollen Verweise! Viele Grüße
Indeed, musste erst mal gucken, um mir sicher zu sein
Gute Besserung an der Stelle, wie ich gerade sehe.
Aber wenn ein Charakter im Bett genauso wie sonst ist, warum sollte man dann analysieren wie zwei miteinander schlafen und nicht einfach wie sie miteinander reden…
Naja, beim Reden gibt es ja Variation, oder?! Je nach Situation, Personen drumherum etc. pp.. Gut, das kann beim Sex auch zutreffen, aber dort ist der Vorteil, dass ja nicht sprachlich kommuniziert wird. Also nicht primär.
Und klar kann man auch analysieren, wie sie miteinander reden. Aber hey, das ist ja langweilig