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Hit the dancefloor [NICE!]

Der gestrige Abend… begann mit einem freitäglichen “Ich komme morgen mal vorbei”-Anruf über eine nachmittäglichen Verspätung zur der Erwartung eines gechillten Weggehens hin zu “XY sind auch unterwegs, wir können uns ja später mit denen treffen und weggehen.”. Ziel sollte die eburg sein, was insofern für Unterhaltung sorgte, weil wir da a) noch nie waren und b) dass natürlich keiner wissen sollte. Wir spielten großartige Szenen1, kreierten das geheime eburg-Motto2 und schauten uns vorab Bilder an, um die Location zu verinnerlichen und uns darin zu bewegen als wäre es unser heimisches Aquarium.

Nachdem wir eine weibliche Begleitung in der Innenstadt eingesammelt hatten, stießen wir zu den anderen in einer Kneipe, die man noch wirklich so nennen kann. Da bekommt man auch den großen Kirschsaft im Bierhumpen. Meine Begeisterung hielt sich ob des Gesprächsstoffs und der Tatsache, dass in dem Laden geraucht werden durfte, in Grenzen. Ehrlich gesagt wurde mir just da klar, warum ich sonst nie weggehe.3

Ich glaube ich war im Anschluss daran gar nicht mehr so motiviert ob der Weiterführung des Abends. Vor der eburg dann keine riesige, aber Schlange. Noch ein Abturner (“Auch noch anstehen…”), der aber durch Vitamin B unserer Gruppe aufgefangen wurde. Will heißen: Wir haben die Schlange umgangen, standen binnen Sekunden am Einlass und haben unsere Stempel bekommen, was von mir einem barney-stinsonesken “Nice.” kommentiert wurde.4 Der Wendepunkt des Abends.

Jacken abgegeben, was zu trinken geholt und erst mal die Lage gecheckt. Schon zu Beginn war es spannend die Leute zu beobachten. Die Vielzahl der Typen, die allem Anschein nach nur zum Aufreißen in den Club gegangen sind, die Typen, die das ständig und erfolglos tun, die Typen, die auf ihre Freundin aufgrund der beiden Typen zuvor aufpassen5 und die Typen, die mit entspanntem Jägerblick am Rande stehen.

Mit der Beendigung meines ersten Cuba Libres ging von mir der Impuls aus die Tanzfläche zu hitten. Alkohol ist dabei insofern problematisch, da mein schneller Stoffwechsel das Zeug ziemlich schnell wieder ausscheidet. Ein Toilettenbesuch und ich bin quasi wieder komplett nüchtern. Das tat dem Vorhaben bei aller geistigen Wiederherstellung keinen Abbruch. Den Dancefloor gehittet und… wie gesagt, ich nenne es nicht tanzen, aber abgegangen. Ein Wechselspiel zwischen eigener Performance und gleichzeitiger Beobachtung der Außenwelt. Das ist nämlich das Witzige, wenn alle möglichen Leute erzählen “Los, wir gehen Party machen.”: Die stehen nur rum oder bewegen sich wie die kleinsten Duckmäuschen. Machen Fotos, wie sie “Party machen”. Achten wahrscheinlich mehr darauf, dass sie keine falschen Bewegungen machen, die das andere Geschlecht abschrecken könnten. FAIL! Who cares, ob irgendein Mädel denkt “Nice.” oder nicht *Schulter zuck*

So habe ich folglich nicht getanzt, aber mich aktiv und engagiert auf der Tanzfläche bewegt. Das Epizentrum der Bewegung. Zumal ich bei aller Spastizität behaupte (tendentiell) zu den besseren Bewegern zu gehören. Beziehungsweise trage ich zwei – aus meiner Sicht – entscheidende Komponenten: Spaß und Unabhängigkeit. Who cares? Würde ich Frauen “klarmachen” wollen, würde ich mich wohl in anderen Gefilden bewegen und/oder eine andere Vorgehensweise wählen. Unterhalten zum Beispiel. Insofern nervig, wenn der beste Freund dann immer meint ich müsse ja mal irgendwelche Mädels antanzen… *gähn* Ich gehe zum Abspasten weg, nicht wegen irgendwelcher Mädchen.6

Alles in allem ein lustiger Abend, in der ich für eine der Damen quasi den perfekten Wingman gespielt habe7, nach Fotos zu urteilen wie auf Drogen aussah, Getränke auf der Tanzfläche kontraproduktiv sind8 und ich wohl in dieser Nacht kein Wort so häufig und inflationär benutzt habe wie das barney-stinsoneske “Nice.”. Schöner Spruch.

Abspacken ist und bleibt also doch gar nicht so schlecht. Auch wenn die meisten Spacken nur dumm rumstehen. Mitten auf der Tanzfläche. Spasten. Entweder abspasten oder ab an den Rand. Aber in der Mitte der Tanzfläche stehen und rumgucken: FAIL. Aber so ist das anscheinend, wenn man “Party macht”.

Ein nächtlicher Besuch und Abschluss bei Burger King, die zu der Zeit wohl so viel Zulauf haben wie sonst nie. Aufschlag zu Hause gegen halb fünf (exklusive Zeitumstellung) oder so. Aufschlag im wahrsten Sinne des Wortes. Ein Cocktail aus Alkohol und Schlafbedürftigkeit wirkt sich arg ungünstig auf meine psychische Stablität aus…

Anyway. Mittlerweile wieder größtenteils auf der Höhe, Klamotten allesamt verraucht, leicht suboptimaler Zustand und latente Erschöpfung. Geht. Beim nächsten Mal würde man mich aufgrund meines Unterhaltungsfaktors wieder “mitnehmen” wollen.

Robby, “Nice.”

  1. “Ich bin ja mit dem Türsteher per du.”“Es gibt doch gar keinen Türsteher.” []
  2. Was in der eburg passiert, bleibt in der eburg. []
  3. Gut, wir kamen dann auch zu (Nicht-)Beziehungen, aber kein Vergleich zu anderen Unterhaltungen zu dem Thema. []
  4. Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht, ob Barney in der Form “Nice.” sagt. []
  5. Witzig sind dabei die, die sich von ihren Freundinnen durch die Gegend ziehen lassen. []
  6. Abgesehen von der Tatsache, dass mir die ganzen Spielregeln im derartigen Kontext nicht geläufig sind. Und ich auch so schon von irgendeinem dicken Wannabe getacklet wurde. Entweder fühlte er sich durch meine Eigenperformance bedroht oder war einfach nur ungeschickt. Vermutlich beides. []
  7. Ich holte mir was zu trinken, sie wurde währenddessen angequatscht. Mit meinem Getränk in der Hand habe ich ihr die Option gegeben auszusteigen, habe dann aber erkannt, dass ich die anderen mal alleine suchen gehe ;) []
  8. Ein Hoch auf Sebbe, der mein Glas während meiner Spastperformances hielt. []

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One Response to “Hit the dancefloor [NICE!]”

  1. on 12 Nov 2010 at 21:48 Schaf

    “Ich gehe zum Abspasten weg, nicht wegen irgendwelcher Mädchen.”
    Nicht?! :P

    Und “hitten” – was ist das bitte für ein bescheuertes Wort in einem deutschen Blog.


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